Für Menschen, für Tiere oder fürs Klima

Für Menschen, für Tiere oder fürs Klima
Aktivisten der Umweltschutz-Organisation Greenpeace stehen mit Transparenten und Pinguin-Masken am Brandenburger Tor. Foto: Paul Zinken/dpa

In den vergangenen Wochen hast du besondere Bündnisse kennengelernt. Sie sind alle von Staaten gegründet worden – meist, um die Arbeit in einem bestimmten Gebiet zu verbessern. Es gibt auf der Welt aber auch ganz viele Organisationen, die eben nicht von Staaten gegründet wurden, sogenannte Nicht-Regierungsorganisationen. Auf Englisch heißen sie „non-governmental organizations“ – und daher stammt auch die Abkürzung NGO, die du vielleicht vom Hören kennst.

Protestaktion von Greepeace gegen den Einsatz von Wegwerfplastik. Foto: Mitja Kobal/GREENPEACE/APA/dpa

Was macht eine NGO?

Eine Nicht-Regierungsorganisation ist ein Zusammenschluss von Menschen, die ein gemeinsames Anliegen oder ein gemeinsames Interesse haben. Alle Mitglieder der NGO gehören weder zu einer Regierung, noch zu einer anderen Art von staatlicher Einrichtung. Außerdem wollen sie kein Geld mit ihrer Arbeit verdienen: Sie möchten vielmehr über ein Thema informieren oder arbeiten daran, dass ein Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Aktivisten von Amnesty International protestieren am Rande des Besuches des ägyptischen Präsidenten am Brandenburger Tor gegen Menschenrechtsverletzungen in Ägypten. Foto: Paul Zinken/dpa

Was bedeutet das konkret?

NGOs gibt es fast zu jedem Thema. Viele setzen sich zum Beispiel für ein besseres Leben von Menschen ein. Zum Beispiel Organisationen wie CARE (wieder ein englischer Begriff, der bedeutet „sich kümmern“) oder die Welthungerhilfe. Sie arbeiten vor allem daran, dass Menschen in ärmeren Ländern genug zu essen haben – zum Beispiel nach Naturkatastrophen oder während eines Krieges.

Genauso gibt aber auch NGOs, deren Mitglieder sich für den Tier- oder Umweltschutz einsetzen. Der WWF oder Greenpeace sind zwei Beispiele für solche Organisationen.

Eine Überwachungskamera. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisiert China für die Errichtung eines totalen Überwachungssystems. Foto: epa Diego Azubel/EPA/dpa

Wie arbeiten NGOs?

Die Abläufe sind bei jeder NGO ein bisschen anders, aber oft ist es so: Es gibt einen Hauptsitz – also einen Ort, wo die Mitarbeiter sitzen, die viel organisieren. Wenn es eine deutsche NGO ist, dann ist dieser Ort eine Stadt in Deutschland – oder eben in einem anderen Land, je nachdem, wo die Organisation herkommt.

Die Mitarbeiter sammeln zum Beispiel Spenden, schreiben Berichte oder gehen auf Veranstaltungen, um über das Thema ihrer NGO zu informieren. Dann gibt es aber auch Mitarbeiter, die in den Ländern arbeiten, in denen die Menschen Hilfe brauchen. Das sind Leute, die die Hilfe koordinieren – sich also vor Ort einen Eindruck verschaffen und dann sagen, was wovon am dringendsten benötigt wird und vor allem wo.

Woher bekommen NGOs Geld?

Damit die Arbeit der NGOs erfolgreich ist, braucht es vor allem eins: Geld. Das bekommen die meisten NGOs vor allem über Spenden von Menschen, die die Arbeit und das Thema der NGO gut finden. Das bedeutet allerdings auch viel Unsicherheit – denn nicht jeden Monat spenden gleich viele Menschen gleich viel Geld. Aber auch Regierungen oder etwa Europäische Institutionen geben vielen NGOs Geld, damit diese arbeiten können.

Welche Kritik gibt es an NGOs?

Die Arbeit einer NGO hört sich sehr positiv an: Die Mitarbeiter wollen anderen Menschen helfen oder sie setzen sich für ein Thema ein, damit es der Umwelt oder den Tieren besser geht.

Aber es gibt auch Leute, die finden NGOs nicht so gut. Manche Wissenschaftler oder Politiker finden, dass man manchmal nicht genau weiß, woher sie ihr Geld bekommen, sie also nicht richtig darüber sprechen. Das nennt man Intransparenz. Andere sagen, die Arbeit der NGOs bringe nicht viel oder nicht genug. Um dem entgegenzuwirken, schreiben die NGOs immer Berichte, in denen steht, was sie alles gemacht haben.

Von Jennifer Wagner

Foto: Getty Images

Besondere Bündnisse

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