Krater statt Gipfel

Krater statt Gipfel
Der italienische Vulkan "Vesuv". Foto: Pietro Scerrato, Wikipedia

Auf manche Berge kannst du ohne Probleme klettern oder auf ihnen wandern. Bei anderen ist das nicht so einfach – oder sogar gefährlich.

Lava, die aus dem aktiven Vulkan „Kilauea“, Hawaii austritt. Foto: Usgs/ZUMA Wire/dpa

Ganz heiß

Sie fauchen, spucken Lava und machen manchen Menschen ziemlich Angst: Vulkane. Diese Berge haben keine Gipfelspitze, sondern eine runde Vertiefung: den Krater. Vulkane entstehen dadurch, dass im Inneren der Erde Gestein schmilzt. Dort ist es nämlich ziemlich heiß. Das geschmolzene Gestein heißt Magma und es kann an die Erdoberfläche gelangen, zum Beispiel an den Rändern der Kontinentalplatten. Wenn das Magma an der Oberfläche ist, heißt es Lava.

Diese riesigen Aschewolken rieselten auf eine philippinische Insel herab. Die Asche bedeckte dann Straßen, Bäume und Häuser. Foto: Rouelle Umali/XinHua/dpa

Und Vulkane können zum Beispiel Lava, Gase oder Wolken aus Asche ausspucken. Das passiert aber nicht ständig. Manche Vulkane brechen nur ab und zu aus – manchmal liegen tausende Jahre dazwischen. Insgesamt gibt es auf der Erde rund 1500 Vulkane, die aktiv sind – also die noch ausbrechen können. In Italien gibt es zum Beispiel viele Vulkane, unter anderem den Stromboli oder den Vesuv.

Vulkaneifel. Foto: Wikipedia

Die Eifel, eine Region in der Nähe von Köln, ist ein Gebirge, das teilweise durch Vulkane geprägt ist. Deswegen nennt man dort einen Teil auch „Vulkaneifel“. Diese Vulkane sind aber schon seit rund 13 000 Jahren nicht mehr ausgebrochen.

Ganz hoch

8848 Meter über dem Meeresspiegel. So hoch ist der Gipfel des Mount Everest – des höchsten Berges der Erde. Er liegt in Nepal und Tibet bei China und ist Teil des Himalaya-Gebirges. Benannt ist der Mount Everest nach George Everest, einem Landvermesser aus Großbritannien. „Mount“ bedeutet „Berg“ auf Englisch.

Viele Menschen versuchten den Mount Everest als erstes zu besteigen. Doch das ist gar nicht so leicht. Die Luft wird in den Bergen nämlich immer dünner. Das bedeutet: Je höher man kommt, desto weniger Sauerstoff ist in der Luft. Und da der Mount Everest besonders hoch ist, gibt es oben besonders wenig Sauerstoff, was den Aufstieg sehr schwer macht.

Die Bergsteiger, die den Mount Everest als erstes besteigen wollten, hatten deshalb Sauerstoffgeräte dabei. 1953 schaffen es dann Edmund Hillary aus Neuseeland und Tenzing Norgay. Er gehörte zum einheimischen Volk der Sherpa, die noch heute Bergsteigern helfen auf den Mount Everest zu klettern. 1978 schaffen es Reinhold Messner und Peter Habeler als erste Menschen ohne Sauerstoffgeräte auf den Gipfel – eine Sensation!

Der Mittelatlantische Rücken. Illustration: Wikipedia

Ganz tief

Skifahrer und Wanderer lieben die Berge – genauso wie Taucher! Das liegt daran, dass es auch Gebirge unter Wasser gibt. Das längste Gebirge der Welt liegt zum Beispiel komplett unter Wasser: der mittelatlantische Rücken. Er erstreckt sich über rund 20 000 Kilometer im Atlantik von Island – ganz im Norden – bis zum südlichen Polarkreis. Unter Wasser gibt es aber auch Vulkane oder andere Berge, in denen Fische, Pflanze oder Korallen leben. Das tiefste Tal der Erde ist übrigens der Marianengraben. Er liegt im Pazifik und ist etwa 11 000 Meter tief!

Von Jennifer Wagner

Foto: Sabina Bhattrai/epa/dpa

Ab in die Berge

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