Ab auf den höchsten Gipfel 

Ab auf den höchsten Gipfel 
Foto: Wikipedia

Die Auswahl fällt schwer: Es gibt viele Bergsteiger, die auf die höchsten Gipfel der Welt geklettert sind. Dennoch geben wir dir in der letzten Folge unserer Berg-Serie eine Übersicht über diejenigen, die besondere Rekorde aufgestellt haben. 

Der Bergsteiger Reinhold Messner. Foto: Bernhart/dpa

Reinhold Messner

Er ist wahrscheinlich der berühmteste Bergsteiger, der noch lebt: Reinhold Messner. Er ist in Italien in der Region Südtirol geboren. Dort sprechen die Leute neben Italienisch vor allem Deutsch. Reinhold Messner ist Jahrgang 1944 und bestieg bereits mit fünf Jahren zusammen mit seinem Vater einen Berg, der höher als 3000 Meter ist – den Sass Rigais im Gebirge „Dolomiten“ in Südtirol.

Berühmt wurde Messner aber vor allem dadurch, weil er viele Rekorde aufstellte: Er bestieg die 14 höchsten Berge der Erde – sie alle sind höher als 8000 Meter. Außerdem war Reinhold Messner einer der ersten Menschen, die den Mount Everest – der allerhöchste Berg der Welt – ohne Sauerstoffflasche bestieg. Er legte aber auch besondere Wanderungen abseits der höchsten Berge zurück: Er durchquerte die Antarktis, verschiedene Wüsten und Grönland. „Das Unmögliche möglich machen“ ist sein Motto – das hat er also schon oft wahr gemacht.

Der neuseeländische Bergsteiger Edmund Hillary (r) mit dem Sherpa Tenzing Norgay. Foto: epa/dpa

Tenzing Norgay

Zusammen mit Edmund Hillary bestieg Tenzing Norgay als erster Mensch den Mount Everest. Am 29. Mai 1953 war es soweit: Der Nepalese gelangte auf den Gipfel. Norgay gehörte zum Volk der Sherpa, die noch heute viele Bergsteiger auf den Mount Everest begleiten. Auch Tenzing Norgay bewarb sich, als 1935 Leute gesucht wurden, die an der ersten Expedition auf diesen höchsten Berg teilnahmen. So kam er zum Bergsteigen und er hatte Talent: Immer wieder kletterte er den Mount Everest hinauf, bis er schließlich den Gipfel erreichte. Später bildete er andere Bergsteiger aus, vor allem Menschen aus seinem Volk. Bis heute gelten sie als gute Bergführer im Himalaya-Gebirge – dazu gehört auch der Mount Everest. 1986 starb Tenzing Norgay.

Gerlinde Kaltenbrunner. Foto: Wikipedia

Gerlinde Kaltenbrunner

Eine der besten und bekanntesten Frauen, die Profi-Bergsteigerinnen sind, ist Gerlinde Kaltenbrunner. Sie ist 1970 geboren und stammt aus Österreich. Schon als Kind entdeckte sie die Bergwelt mit einer Jugendgruppe. Seitdem zog es sie immer wieder in die Berge. Den ersten Berg, der höher als 8000 Meter ist, bestieg sie mit 23 Jahren. Diesen großen Traum erfüllte sie sich in Pakistan auf dem „Broad Peak“, der 8051 Meter hoch ist. Kaltenbrunner arbeitete als Krankenschwester. Das so verdiente Geld steckte sie in Ausflüge in die höchsten Gebirge der Welt. Als erste Frau hat sie alle sogenannten Achttausendergipfel bestiegen – ohne zusätzliches Sauerstoffgerät und ohne Hilfe von anderen Leuten, die ihr Gepäck getragen hätten.

Park Young-seok

Dass nicht alle Bergsteiger-Karrieren gut ausgehen, zeigt die Geschichte von Park Young-seok. Der Südkoreaner wurde 1963 geboren – und gilt seit 2011 als vermisst. Er war der erste Mensch, der den sogenannten „Explorers Grand Slam“ schaffte. So wird unter Bergsteigern die Herausforderung genannt, die höchsten Gipfel aller Kontinente, also die „Seven Summits“, zu besteigen sowie auch noch Nord- und Südpol zu erreichen. Doch als Park Young-seok vor neun Jahren einen Berg im Himalaya-Gebirge besteigen wollte, geriete sein Team in einen Schneesturm. Eine Lawine entstand, das bedeutet: Viel Schnee rutschte den Berg hinunter und begrub die Bergsteiger wahrscheinlich unter sich.

Von Jennifer Wagner

Foto: Sabina Bhattrai/epa/dpa

Ab in die Berge

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