Nicht jeder Ort ist eine Stadt

Nicht jeder Ort ist eine Stadt
Foto: Harald Tittel/dpa

Wie gut kennst du dich in Deutschland aus? In unserem Adventskalender gibt es täglich ein Rätsel.

Am Samstag ist der 1. Dezember. Du weißt bestimmt, was das heißt, oder? Ab diesem Tag darfst du täglich bis Heiligabend ein Türchen im Adventskalender öffnen. Wir haben auch einen Kalender für dich. Bei uns gibt es aber keine Schokolade zu futtern, sondern Rätsel zu knacken. Ab Samstag suchen wir jeden Tag   eine  deutsche Stadt. Vorher versorgen wir dich noch mit nützlichen Fakten.

Was ist eine Stadt?

Es gibt in Deutschland keine klare Definition, wann eine Ansammlung von Menschen und Häusern eine Stadt ist. Die Faustregel: Ab 2000 Einwohnern darf sich eine Gemeinde Stadt nennen. Doch es gibt Ausnahmen. Auch im Laufe der Geschichte wurden Städte unterschiedlich definiert. Im Mittelalter zum Beispiel hat der Herrscher eines Landes entschieden, welcher Ort das „Stadtrecht“ bekommt. Das war damals noch wichtig, weil  nur Städte einen Markt veranstalten durften. Und der Markt wiederum hat Geld und viele Menschen an den Ort gebracht. Heute haben eine Gemeinde und eine Stadt die gleichen Rechte. Für Stadt-Forscher muss eine Stadt einen erkennbaren Mittelpunkt  und eine zentrale Verwaltung haben. Außerdem kommen in eine Stadt Menschen aus dem Umland, um dort zu arbeiten, einzukaufen oder zur Schule zu gehen.

Welche Unterschiede gibt es?

Die Größe ist entscheidend. Hat eine Stadt zwischen 5000 und 20 000 Einwohner spricht man von einer Kleinstadt. Bis 100 000 Einwohner heißt es Mittelstadt. Und alle Städte, in denen mehr als 100 000 Menschen wohnen, heißen Großstädte. Davon gibt es 80 in Deutschland. Über ein Drittel von ihnen, nämlich 29,  liegen in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen. Köln gehört zu den Großstädten, aber auch Nachbarstädte wie Bonn und Aachen. In anderen Teilen der Welt gibt es so genannte Megastädte, in denen mehr als zehn Millionen Menschen leben. Das sind zehn Mal so viele wie in Köln! Tokio in Japan oder Moskau in Russland sind zum Beispiel Megastädte.

Welche Besonderheiten gibt es bei den Namen?

Viele deutsche Städte geben sich einen zusätzlichen Namen, der auf ein Merkmal der Stadt hinweist. Ein Beispiel ist die Hansestadt Hamburg. Die Hanse war im Mittelalter ein Zusammenschluss von Städten, die sehr viel Geld mit dem Handel an Flüssen oder Meeren verdient haben. Hamburg zeigt damit noch heute, wie wichtig der Hafen ist. Auf anderen Ortsschildern steht Universitätsstadt. Zum Beispiel in Heidelberg. Damit wollen die Heidelberger daran erinnern, dass sie die älteste Universität des Landes haben. Sie wurde schon 1386 gegründet.

Welche ist die beste Stadt?

Laut einer Studie des Fernsehsenders ZDF leben die Menschen in München in Bayern am besten. Es wurde zum Beispiel untersucht, wo es die meisten Parks, die interessantesten Jobs und die  zufriedensten Einwohner gibt. Letztlich ist die beste Stadt aber natürlich Geschmackssache.

Deutsche Rekord-Städte

Die Größte
In Berlin leben auf 891 Quadratkilometern – das sind mehr als 124  000 Fußballfelder – etwa 3,6 Millionen Menschen.

Die Kleinste
In Arnis leben etwa 300 Menschen auf 0,45 Quadratmetern. Das sind 65 Fußballfelder. Den Stadt-Titel verdankt Arnis seiner wichtigen Lage an der dänischen Grenze und einem  hartnäckigen Bürgermeister.

Die Älteste
Forscher streiten sich, welche deutsche Stadt die älteste  ist. Klar ist: Trier gehört  dazu. Quellen legen nahe, dass die Stadt vor etwa 2040 Jahren entstanden ist, im Jahr 18 vor Christus.

Die Jüngste
Oberzent in Hessen wurde erst am 1. Januar 2018 offiziell gegründet. Vier Gemeinden haben sich dort zusammengeschlossen.

Die Höchste
Auf knapp 900 Metern liegt Oberwiesenthal. Am Fuß des Fichtelbergs  ist sie die höchste Stadt Deutschlands. (cl)

Von Nadja Lissok

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