Bunt, bunter, Regenbogen
Wie kommen die Farben an den Himmel?
Um Regenbogen ranken sich viele Geschichten: Zum Beispiel soll man an ihrem Ende einen Topf voll Gold finden! Das stimmt natürlich nicht und du kannst auch nicht über einen Regenbogen laufen oder ihn anfassen. Denn die farbigen Bogen am Himmel bestehen aus Sonnenlicht. Das sieht für uns weiß aus, aber Sonnenlicht besteht aus vielen verschiedenen Farben.
Wie bei einem Spiegel
Um einen Regenbogen am Himmel zu sehen, muss die Sonne scheinen und sie muss hinter dir am Himmel stehen, während es regnet. Und so entsteht er: Treffen Sonnenstrahlen auf Regentropfen, werden sie an diesen gebrochen. Das bedeutet, die Strahlen werden in ihre einzelnen Farben aufgeteilt und wie von einem Spiegel zurück in Richtung Sonne gelenkt. Jede Farbe wird ein bisschen anders abgelenkt und so bilden sich die verschiedenfarbigen Bogen. Dabei gilt: Je größer die Regentropfen, umso heller leuchtet der Regenbogen und je niedriger die Sonne, umso höher steht er am Himmel. Die Farbreihenfolge ist immer gleich: Ganz oben ist Rot, ganz unten Violett. Wird das Sonnenlicht zweimal am Regentropfen gebrochen, entsteht ein zweiter, schwächerer Nebenbogen. In diesem ist die Farbreihenfolge genau umgekehrt.
Selbst einen Regenbogen zaubern
Übrigens: Stehst du auf der Erde, sieht ein Regenbogen wie ein Halbkreis aus. Er endet für unsere Augen da, wo er auf den Boden oder ein anderes Hindernis trifft. Doch in einem Flugzeug oder auf einem ganz hohen Berg entdeckst du vielleicht keinen farbigen Bogen, sondern einen Kreis. Regenbogen gibt es auch bei Wasserfällen oder wenn du den Rasen gießt, denn auch dort kann sich das Sonnenlicht an vielen Wassertropfen brechen.
Versuch mal, selbst einen Regenbogen zu zaubern: Stelle dich draußen mit dem Rücken zur Sonne, lass vor dir Wasser aus einer Gießkanne regnen oder schalte den Rasensprenger an – und schau genau hin!
Von Alexandra Mayer




