Wie entsteht ein Diamant?

Wie entsteht ein Diamant?
Das ist ein wirklich riesiger Diamant. (Foto: dpa)

Dieser Diamant ist riesig: Er ist etwa so groß wie ein Tennisball. Ein echter Brocken also! Demnächst soll er versteigert werden. Wer ihn haben möchte, muss viele Millionen Euro dafür bezahlen, sagen Fachleute.

Gefunden wurde er Ende des vergangenen Jahres in einer Mine im Süden Afrikas. Entstanden ist er aber viel früher: vor vielen Millionen Jahren. Wie alle Diamanten bildete er sich in der Tiefe der Erde. Und zwar aus dem chemischen Element Kohlenstoff. Das ist genau das gleiche Element, aus dem auch die Mine in deinem Bleistift besteht.

Allerdings sind die einzelnen Kohlenstoff-Atome in einem Diamanten superfest zusammengepresst. “Diamanten entstehen erst ab einer Tiefe von etwa 140 Kilometern im Erdmantel”, erklärt ein Experte. “Denn erst dort ist der Druck hoch genug, um den Kohlenstoff so fest zusammenzupressen.”

Bei 1000 Grad Hitze

In dieser Tiefe ist es auch ziemlich heiß, die Temperaturen betragen locker 1000 Grad Celsius. Viele Diamanten entstehen in noch größerer Tiefe bei noch höheren Temperaturen. Wie aber kommt der Diamant an die Oberfläche? “Das passiert bei Vulkan-Ausbrüchen”, erklärt der Fachmann. “Die Diamanten kommen bei den Explosionen nach oben.”

Deswegen findet man Diamanten in den Schloten erloschener Vulkane. Von dort können sie aber auch woanders hintransportiert worden sein. Sie sind allerdings sehr selten.

Von dpa