Wilde Nächte

Wilde Nächte
Wie funktioniert eigentlich das Schlafen? Bild: dpa

In der Nacht bewegt man sich viel – und erinnert sich morgens nicht daran

Hast du dich schon mal gefragt, was passiert, wenn du einschläfst? Einfach erklärt könnte man sagen, dass dein Gehirn ein Schlafmittel produziert, wenn du müde bist. Dieses Schlafmittel sorgt dafür, dass dein Bewusstsein abgeschaltet wird. Dadurch nimmst du die Dinge in deiner Umgebung nicht mehr wahr: Du hörst nicht mehr, dass ein Motorrad am Haus vorbeibraust. Du spürst nicht, wie weich sich dein Kopfkissen anfühlt, und du riechst auch nicht den Duft der frisch gewaschenen Bettwäsche. All diese Reize sind zu schwach, um dein Bewusstsein wieder anzuschalten. Du wachst erst wieder auf, wenn dich jemand fest an der Schulter rüttelt oder dein Wecker klingelt.

Weil du im Schlaf manche Dinge nicht mitkriegst, werden sie auch nicht in deinem Gehirn abgespeichert. Aus diesem Grund kannst du dich nicht daran erinnern, in welchen Stellungen du geschlafen hast. Anders hingegen ist es bei Träumen. Zwar gibt es Träume, an die du dich am nächsten Morgen nicht erinnern kannst. Manche Träume aber hast du kurz nach dem Aufwachen ganz klar vor Augen und manchmal erscheinen sie dir auch fast echt – so, als wären die Dinge wirklich geschehen.

Wie gut du dich an Träume erinnerst, hängt vom Traum ab und wie tief du schläfst. Wirst du aus dem Tiefschlaf geweckt, kannst du dich eher nicht an deinen Traum erinnern. Weckt dich aber jemand aus einem leichten Schlaf, erinnerst du dich meist lebhaft an den Traum. War der Traum besonders gruselig oder merkwürdig, bleibt er dir bestimmt lange im Gedächtnis. Erschreckende Träume nennt man Albträume. Und kaum zu glauben, aber wahr: Es gibt Träume, bei denen du mitten im Traum bemerkst und verstehst, dass du gerade träumst.

Von Tanja Liebmann-Décombe