Was passiert eigentlich in der Pubertät?

In der Pubertät verändert sich der Körper. Manchmal hilft es auch, in Büchern dazu nachzulesen. (Foto: dpa)
In der Pubertät verändert sich der Körper. Manchmal hilft es auch, in Büchern dazu nachzulesen. (Foto: dpa)

Irgendetwas ist los im Körper, vieles verändert sich. Das merken Mädchen und Jungen schnell, wenn sie in die Pubertät kommen. Eine aufregende Zeit auf dem Weg zum Erwachsen-Werden!

Auf einmal sind da diese Nachrichten, die vorher nicht da waren. Auf dem Handy? Nee, im Körper! Sie schwimmen durch das Blut und sorgen für Hochbetrieb – bei Mädchen und Jungen. Experten nennen sie Hormone.

Der Körper verändert sich

In diesem Fall geht es um bestimmte Hormone. Sie bewirken bei Mädchen unter anderem, dass ihre Brüste wachsen. Bei Jungen sorgen sie zum Beispiel dafür, dass ihr Penis größer wird.

Dann heißt es: Willkommen in der Pu-ber-tät! Noch so ein Fachwort. Es bezeichnet eine besondere Zeit für Mädchen und Jungen. Sie ist sehr aufregend, kann aber auch richtig anstrengend sein. Man entwickelt sich langsam vom Kind zum Erwachsenen. Das heißt auch, Jungs können Babys zeugen und Mädchen schwanger werden.

Während der Pubertät passiert wegen der neuen Hormone im Körper enorm viel. „Die Mädchen und Jungen müssen dann erst mal ihren Körper neu kennenlernen. Sie müssen mit den ganzen neuen Dingen umgehen“, erklärt ein Experte.

In einem MOment gut drauf, in dem anderen sehr traurig

Das ist gar nicht so einfach. Die Laune von Mädchen und Jungen in der Pubertät ist teilweise speziell. Sie sind manchmal besonders leicht reizbar und genervt. Oder sie sind in einem Moment noch gut drauf, im anderen furchtbar traurig.

Immerzu müde? Kein Wunder. Wenn man erwachsen wird, ändert sich auch das Schlaf-Verhalten. Viele Experten sagen sogar, es ist deshalb blöd, wenn Jugendliche so früh aufstehen müssen. (Foto: dpa)

Immerzu müde? Kein Wunder. Wenn man erwachsen wird, ändert sich auch das Schlaf-Verhalten. (Foto: dpa)

Vielen Jugendlichen fällt es in der Pubertät auch total schwer, früh aufzustehen. Das hat einen Grund, erklärt ein Experte: „Das Schlaf-Verhalten ändert sich während der Pubertät deutlich. Es verschiebt sich um bis zu mehrere Stunden nach hinten.“ Das heißt, man wird später müde und schläft morgens länger.

„Es hat also nix damit zu tun, dass Jugendliche ihre Eltern ärgern wollen – und nur deshalb morgens liegen bleiben.“ Deshalb wäre es für viele Mädchen und Jungen besser, wenn die Schule später anfinge, meint der Fachmann. Damit sie richtig ausgeschlafen und fit im Unterricht sitzen können.

Unterschiede sind total normal

Wann die Pubertät losgeht, ist verschieden, also von Mädchen zu Mädchen und von Junge zu Junge. Wenn sie früh dran sind, beginnen die Brüste bei Mädchen schon mit acht Jahren zu wachsen. Bei anderen dauert es, bis sie elf oder zwölf Jahre alt sind. „Solche Unterschiede beim Start sind völlig normal“, sagt der Experte.

Wenn man erwachsen wird, dreht sich einiges auch um das Thema Liebe. (Foto: dpa)

Wenn man erwachsen wird, dreht sich einiges auch um das Thema Liebe. (Foto: dpa)

Dass die Pubertät richtig in Gang ist, merkt ein Mädchen deutlich: an der ersten Regel-Blutung. Dann ist zum ersten Mal eine Eizelle in seinem Körper herangereift. Bei den Jungen sind die Zeichen weniger eindeutig: Das Wachsen des Penis‘ ist nicht so auffällig wie das der Brust bei den Mädchen. Auch den ersten Samen-Erguss bekommt nicht jeder Junge mit.

Forscher rätseln über Startschuss

Was genau den Startschuss für die Herstellung der kleinen Nachrichten im Blut sorgt, wissen die Experten übrigens noch nicht. Daran forschen viele Fachleute. Klar ist aber: Die kleinen Nachrichten sorgen in der Pubertät für großen Wirbel.

Von dpa