Was ist ein Stop-Motion-Film?

Was ist ein Stop-Motion-Film?
Taucher Nemo ist die Hauptfigur in einem besonderen Film. (Foto: dpa)

Tiefseetaucher Nemo trägt immer einen riesigen Taucherhelm. Deshalb lachen sie manchmal über ihn in seinem Dorf am Meer. Doch als die Astronautin Laika versehentlich dort landet, wird in Nemos Leben alles anders. Nemos Geschichte ist die Handlung eines Stop-Motion-Films. Das sind besondere Filme, die viel, viel Aufwand machen – aber auch leicht nachzumachen sind!

Wie Nemos Geschichte weitergeht? Das wissen im Moment nur Leute an einer Schule für Filmemacher. Sie drehen einen Film über Nemo. Dafür benutzen sie eine Technik, die man Stop Motion (gesprochen stop mouschn) nennt. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Anhalten und bewegen“. Und genau das passiert auf der Leinwand auch!

So geht es: Die Puppe von Nemo wird an einen Mini-Laternenpfahl gelehnt. Davon wird ein Foto gemacht. Dann bewegt ein Filmemacher die Puppe ein bisschen, wieder wird ein Foto gemacht. Der Filmemacher bewegt Nemo nicht ein Stück – das nächste Foto. Zeigt man die Bilder schnell hintereinander, sieht es aus, als würde sich Nemo bewegen. Für eine Sekunde Film braucht man 24 Fotos. Das sind sehr viele Fotos für sehr kurze Zeit.

Wie ein Daumenkino

Stell dir vor, das funktioniert so ähnlich wie ein Daumenkino. Auch dort folgen viele Bilder schnell aufeinander – und unser Auge nimmt sie deswegen wahr, als würden sie sich bewegen.

„Für so einen Film braucht man sehr, sehr viel Geduld“, erzählen die Filmemacher. Nicht nur für die vielen Fotos. Es muss auch erst alles gebaut werden. Die Puppen und die Häuser, in denen sie leben, ihre Möbel. Deshalb wird es auch noch eine Weile dauern, bis der Film über Nemo fertig wird.

Von dpa, ann