Was ist Entwicklungshilfe?

Was ist Entwicklungshilfe?
Viele Kinder auf der Welt müssen in Zelten leben - in so genannten Flüchtlingslagern. (Bild: dpa)

Viele Länder unserer Welt sind sehr arm. Dort hungern die Menschen, Eltern haben keine Arbeit, Kinder können keine Schulen besuchen. Viele Menschen werden krank, weil sie keine richtigen Wohnungen oder sauberes  Wasser haben. Sie können nicht zum Arzt gehen, weil  es  zu wenig Ärzte und Krankenhäuser gibt. Auch der Staat kann ihnen nicht helfen, weil er zum Beispiel  verschuldet ist. So arme Länder nennt  man Entwicklungsländer. Sie brauchen Hilfe von anderen Ländern: Entwicklungshilfe eben, man sagt auch Entwicklungszusammenarbeit dazu.

Vor 50 Jahren: 14 Deutsche in Afrika

Genau vor 50 Jahren, am 20. August 1964, flogen die ersten deutschen Entwicklungshelfer nach Tansania in Afrika,  um dort zu helfen, Elendsviertel aufzubessern, Kindergärten und Krankenhäuser zu bauen.  Ein Jahr vorher war der „Deutsche Entwicklungsdienst“ (DED) gegründet worden, eine Organisation, die Entwicklungshelfer auf ihre Arbeit im Ausland vorbereitet.

Warum die Länder so arm sind

Es gibt viele Gründe dafür, dass die Entwicklungsländer arm sind. In vielen von ihnen wächst die Bevölkerung immer schneller, so schnell, dass es nicht genug zu Essen und auch nicht genügend Rohstoffe gibt, um alle Menschen zu versorgen. Oder es gibt Überschwemmungen und Dürrekatastrophen, die die Ernten zerstören. Aber auch wir Industrieländer zum Beispiel in Europa oder die USA sind  Schuld daran. Weil wir uns, also unsere Politiker und Leute aus der Wirtschaft, mit sogenannten Einfuhrzöllen vor billigen Waren aus den Entwicklungsländern „schützen“ wollen. Das bedeutet, dass die die Waren aus den ärmeren Ländern teurer werden und damit schlechter verkauft werden. Es gibt aber auch Gründe, die weit zurück liegen, in der so genannten Kolonialzeit. Damals haben Länder wie Spanien, Portugal, Deutschland oder die USA Länder besetzt – und ausgenutzt. Sie haben die Menschen als Sklaven Arbeit verrichten lassen – und wenig oder gar nichts dafür bezahlt. Und sie haben die Länder abhängig gemacht und daran gehindert, sich zu gleich starken Wirtschaften, also Handelspartnern zu entwickeln.
Viele reiche Länder, ihre Regierungen und auch nichtstaatliche Organisationen unterstützen die Entwicklungsländer dabei, ihre Probleme zu lösen. Auch Deutschland arbeitet mit vielen Entwicklungsländern zusammen, um ihnen mit Geld, Wissen, Technik und Fachleuten zu helfen, dass die Armut in ihrem Land weniger wird, die Bildung mehr und die Bevölkerung in Frieden und Freiheit leben können.

Von Caroline Kron (mit bpb)