Alles nummeriert

Alles nummeriert
Jedes Gebäude hat eine eigene Hausnummer. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Warum jedes Gebäude eine Hausnummer braucht und welche Regeln es dafür gibt.

Du bist auf dem Weg zu einer Freundin, bei der du noch nie warst. Die richtige Straße ­findest du schnell – aber welches Haus ist es? Ihres sei weiß, ­davor stehe eine Bank, hat deine Freundin gesagt. Nur: Welches der beiden weißen Häuser mit Bank meint sie? Eine Hausnummer wäre praktisch ge­wesen! Aber braucht wirklich ­jedes Haus eine Nummer?

Niemand will lange suchen

Die Antwort ist eindeutig: Jedes Haus muss eine Hausnummer haben. Das steht in einem ­Gesetz. Der Grund ist logisch: Niemand hat Lust, lange zu ­suchen. Und dafür ist vor allem auch keine Zeit! Stell dir vor, ­jemand braucht dringend einen Rettungswagen, aber die Sani­täter müssen ewig nach dem richtigen Haus suchen.  Auch der Postbote braucht die Nummer, um Briefe und Pakete richtig ­zuzustellen.

Die Stadt teilt zu

Die Hausnummer bekommt ein Gebäude von der Stadt zugeteilt. Die Stadt kann auch darüber ­bestimmen, wie die Nummer aussehen soll und wo sie angebracht wird. In manchen Städten gibt es da sehr genaue Vorschriften: In Hamburg und Berlin zum Beispiel müssen die Hausnummern beleuchtet, in Erfurt rechts neben der Eingangstür angebracht und in München ­sollen die Schilder kobaltblau sein.

Vor mehr als 500 Jahren

Bevor es Hausnummern gab, wurden die Häuser übrigens oft mit bemalten Schildern versehen. In den Dörfern hatten die Bauernhöfe Namen. Die ersten Hausnummern gab es in der französischen Stadt Paris vor mehr als 500 Jahren. Heute ­werden die Nummern meist – ­innerhalb einer Straße nach dem „Zickzackprinzip“ verteilt: auf einer Seite die ungeraden Zahlen, auf der anderen die ­geraden.

Von Angela Sommersberg