Sonnenfinsternis: Im Norden wurde es dunkel

Sonnenfinsternis: Im Norden wurde es dunkel
Kurz sah die Sonne in Deutschland so aus wieder Buchstabe C - Das war wegen des schlechten Wetters nur nicht überall zu sehen. (Foto: dpa)

Auf einer Insel weit im Norden Europas wurde es am Freitag stockdunkel. Anders als in Deutschland verdeckte dort der Mond die Sonne für eine Weile komplett. Das guckten sich auch viele Kinder an.

Für einen Moment sah es von einem Berg auf den Färöer Inseln aus, als hätte jemand mitten am Tag das Licht ausgeknipst. Es war so schwarz, dass man seine Hand nicht sah, seinen Nachbarn schon gar nicht. Mucksmäuschenstill war es plötzlich auch, obwohl sehr viele Menschen auf dem Berg standen. Nur ein langes „Ooooh“ oder „Aaah“ hörte man manchmal.

Dass man nichts sehen konnte, lag daran, dass sich der Mond zwischen die Erde und die Sonne geschoben hat – wie ein runder Vorhang. Doch nicht für lange: Nach zwei Minuten verschwand der Vorhang langsam wieder. Das war ein bisschen so, als würde die Sonne zum zweiten Mal an dem Tag aufgehen. Die Menschen redeten wieder aufgeregt durcheinander. „Das war lustig“, staunte der achtjährige Julius.

Die Sonne sah aus wie ein C

Die Färöer Inseln liegen im Nordatlantik, sie gehören zum Land Dänemark. Mit dem Flugzeug ist man von Deutschland aus ungefähr fünf Stunden dorthin unterwegs. Anders als in Deutschland wurde es dort am Freitag für einen Moment stockdunkel. Von uns aus sah die Sonne kurz so aus wie der Buchstabe C. Doch auch hier guckten viele Leute die Sonnenfinsternis.

Die Sonnenfinsternis fand der achtjährige Julius lustig. (Foto: dpa)

Die Sonnenfinsternis fand der achtjährige Julius lustig. (Foto: dpa)

Kinder auf den Färöer Inseln bereiteten sich die ganze Woche auf diesen Tag vor. Viele haben von ihren Lehrern besondere Brillen bekommen, mit denen sie die Sonnenfinsternis ansahen.

Julius kommt aus einer anderen Gegend Dänemarks. Er ist mit seinem Papa extra auf die Färöer Inseln gereist, um das Spektakel anzuschauen. Von einem Berg aus sah er sich dort die Sonnenfinsternis an. Julius war eingepackt in eine dicke blaue Regenjacke – es war ganz schön nass und kalt.

Für die Sonnenfinsternis bis nach China

Sein Vater und er reisten schon einmal zu einer Sonnenfinsternis bis nach China. Da war Julius aber erst drei Jahre alt. Er kann sich nicht mehr so richtig gut erinnern. Doch so etwas möchte er noch einmal erleben, da ist sich Julius sicher.

Von dpa

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