Schneelawine in Italien

Schneelawine in Italien
Dieses Hotel in Italien wurde von einer Schneelawine überrollt. (Foto: dpa)

Eine Schneelawine hat in Italien ein Hotel überrollt. Helfer suchen nach Überlebenden und räumen auf.

Ski fahren oder mit dem Snowboard den Hang hinuntersausen: Wenn es in den Bergen genug Schnee gibt, ist dort eine Menge los. Wer dort unterwegs ist, muss sich an Regeln halten. Die Wintersportler zum Beispiel sollten nur auf Pisten fahren, die dafür freigegeben sind.

War ein Erdbeben der Auslöser?

An Hängen kann Schnee zur Gefahr werden und als Lawine abgehen. Im Land Italien hat eine Lawine am Mittwoch ein Hotel in den Bergen überrollt. Mehrere Menschen starben. Wie die Lawine ausgelöst wurde, ist nicht ganz klar. Es wird vermutet, dass dafür ein Erdbeben verantwortlich war.

Damit es zu einer Lawine kommt, brauche es drei Dinge, erklärt der Experte Martin Heggli: einen steilen Hang, eine Schneedecke aus unterschiedlichen Schichten und etwas, das die Lawine auslöst.

Schwachschichten sorgen für Lawinen

Viele Helfer sind zurzeit im Einsatz. (Foto: dpa)

„Wenn Schnee liegen bleibt und es immer mal wieder schneit, dann bilden sich verschiedene Schneeschichten in der Schneedecke“, sagt Martin Heggli. Auf einer schon festeren Kruste an der Oberfläche liegt etwa nach neuem Schneefall eine frische, lockere Schneeschicht.

„Wenn Schnee am Boden liegt, verändert er sich ständig“, sagt der Fachmann. Schnee kann brüchig werden. Zum Beispiel, wenn es längere Zeit kalt und sonnig ist. Wenn solche Schichten eingeschneit werden, nennt man sie Schwachschichten. „Sie führen dazu, dass ein Teil des Schnees abgleiten kann.“

Experten prüfen kritische Stellen

Dazu braucht es aber einen Auslöser. „Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Oft ist es ein Skifahrer oder ein Snowboardfahrer, der abseits der erlaubten Pisten unterwegs ist“, sagt Martin Heggli. Auch viel neu gefallener Schnee kann Lawinen auslösen. „Durch das zusätzliche Gewicht kann eine schwache Schneedecke brechen und als Lawine abgleiten.“

Damit so etwas möglichst nicht passiert, schauen Experten in bergigen Gebieten schneebedeckte Hänge genau an. Nur wenn sie von keiner Gefahr ausgehen, wird ein Hang, eine Straße oder eine Piste freigegeben. Erst dann darf man dort zum Beispiel Ski fahren.

Von dpa