Schneehaufen schützen Robben

26.04.2008, Finnland: Eine Saimaa-Ringelrobbe schwimmt zwischen Eisschollen. Dies ist eine Saimaa-Ringelrobbe. ACHTUNG: Das Bild ist auch im Bildfunk gelaufen Foto: Mervi Kunnasranta/WWF/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++
Die Saimaa-Ringelrobben suchen Schutz. (Foto: dpa)

Auf dem zugefrorenen Saimaa-See in Finnland haben mehrere Leute vor Kurzem Schnee zusammengeschoben. Das machten sie aber nicht, um darauf Wege freizuschaufeln. Sie wollten damit Robben helfen.

Ein Mann schiebt Schnee auf dem Saimaa-See. (Foto: dpa)

Auf dem See in Finnland haben Umweltschützer Schnee zu großen Haufen zusammengeschoben. So wollen sie den Robben helfen. (Foto: dpa)

Diese Robben bekommen ihre Jungen in Höhlen, die sie in Schneehaufen auf dem zugefrorenen See graben.

Umweltschützer sagen aber: In den letzten Jahren gab es nicht genug Schnee dafür. Als Grund geben sie an, dass sich das Klima auf der Erde verändert.

Vom Aussterben bedroht

„Wenn es keine Schneehaufen gibt, werden die Jungen auf dem offenen Eis geboren“, erklärt einer der Umweltschützer. Dort sind sie aber nicht geschützt, etwa vor Raubtieren und Kälte.

Die Tiere, denen die Menschen helfen, heißen Saimaa-Ringelrobben. Sie sind also nach dem See benannt, in dem sie leben. Umweltschützer gehen davon aus, dass es nur noch etwa 360 bis 380 dieser Tiere gibt.

Aktion schon einmal erfolgreich

Im vergangenen Jahr haben Umweltschützer auch schon Schnee auf dem See für die Robben angehäuft. Die Tiere bekamen 81 Junge. Die allermeisten davon seien in den angelegten Schneehaufen zur Welt gekommen, sagen die Umweltschützer.

Von dpa