Keine Extra-Kosten für’s Handy mehr

Keine Extra-Kosten für’s Handy mehr
Im Urlaub mit dem Handy telefonieren oder im Internet surfen war ziemlich teuer. Das ändert sich jetzt. (Foto: dpa)

Wie weit ist es zum Strand? Wie sieht der Pool aus? Und wo gibt es das beste Eis? Wer an seinem Urlaubsort ankommt, hat viele Fragen. WLAN zu haben, hilft da sehr. Aber mit dem Smartphone das Internet im Ausland zu nutzen, war bisher schrecklich teuer. Jetzt wurden die Extra-Kosten – die sogenannten Roaming-Gebühren – abgeschafft. Das heißt: Surfen im Ausland kostet jetzt meistens genauso viel wie zuhause!

Für Urlauber war das WLAN zum Beispiel im Hotel bisher oft die einzige Möglichkeit, in anderen Ländern ohne extra Kosten das Handy zu benutzen.

Doch damit ist jetzt Schluss! Seit Donnerstag kostet es in vielen Ländern in Europa meist kein zusätzliches Geld mehr, wenn etwa jemand Freunde in Deutschland anruft. Oder ihnen eine Nachricht bei WhatsApp schickt.

EU schafft Roaming-Gebühren ab

Bisher hatten dafür die Anbieter der Mobilfunk-Netze teilweise viel Geld verlangt. Diese Kosten heißen auch Roaming-Gebühren. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet etwa „umherwandern“.

Abgeschafft wurden diese Gebühren nun von der Europäischen Union, kurz EU. Die EU ist ein Zusammenschluss aus 28 Staaten. Deshalb gilt die neue Regel für alle Länder der EU. Dazu gehören unter anderem Spanien, Portugal, Frankreich und die Niederlande.

Kleine Haken gibt es weiter

Manche Anbieter von Mobilfunk-Netzen haben allerdings ein paar Regeln aufgestellt, erklärt Experte Frithjof Jönsson. Sie können zum Beispiel das Datenvolumen begrenzen, das jemand im Ausland nutzen kann. Wer dieses Datenvolumen verbraucht, kommt dann vielleicht nicht mehr ins Internet.

„Darüber muss der Anbieter einen aber vorher informieren“, sagt Frithjof Jönsson. Zum Beispiel mit einer SMS. Bis es so weit kommt, muss man jedoch schon sehr viel Zeit im Internet surfen, meint der Experte.

Von dpa

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