Jarik ist der beste Vorleser

Jarik ist der beste Vorleser
Jarik hat den Vorlesewettbewerb gewonnen. (Foto: Monique Wüstenhagen/dpa)

Wer liest am besten vor? Darum ging es am Mittwoch bei einem Wettbewerb in Berlin: 16 Schüler aus ganz Deutschland machten beim Finale des Vorlesewettbewerbs mit. Sie hatten vorher in ihrem jeweiligen Bundesland gesiegt. Gewonnen hat dieses Jahr der zwölf Jahre alte Jarik Foth aus Schleswig-Holstein.

Jarik hat einen Auszug aus Simon Packhams Jugendroman „Stumme Helden lügen nicht“ vorgelesen. Insgesamt dauerte das drei Minuten. In dem Buch geht es um einen 15-jährigen Jungen, der nach dem Tod seines besten Freundes plötzlich verstummt. Eine Jury bewertete die Leistung aller 16 Vorleser und fand: Jarik war der Beste!

Aber was macht einen guten Vorleser eigentlich aus?

Flüssig vorlesen

„Wir achten unter anderem darauf, wie flüssig ein Text vorgelesen wird. Es soll nicht abgehackt sein“, sagt Angelika Schaack. Sie saß in der Jury beim Vorlesewettbewerb. „Versprecher spielen dabei aber keine Rolle. Darauf achten wir nicht.“

Gut betonen

Wichtig ist auch die Betonung. „Der Vorleser soll gut betonen. Aber er soll auch nicht überbetonen und nicht zu theatralisch sein.“ Denn sonst kommt der Inhalt nicht richtig zur Geltung, weil der Leser sich vor den Text drängt.

Bilder in die Köpfe zaubern

Trotzdem soll der Vorleser es schaffen, dass der Zuschauer sich die Geschichte vorstellen kann. „Wir möchten beim Vorlesen ein Bild von der Geschichte vor Augen haben, vom Text und von den Figuren.“

Nutz‘ deine Fantasie

Dazu sollte der Vorleser sich auf die Geschichte einlassen und seine Fantasie nutzen. Er kann zum Beispiel lauter oder leise sprechen und die verschiedenen Figuren im Text in verschiedenen Tonlagen vorlesen. Man kann sich auch vorstellen, wie die Figuren im Text sind. Nett oder fies zum Beispiel. Wenn man sich das vorstellt, dann liest man die entsprechenden Stellen auch anders. Und das Vorlesen wird für den Zuhörer bunter.

Von dpa