Vor 15 Jahren kam der Euro

Die alte und die neue Währung: Eine D-Mark (Deutsche Mark) (links) und ein Euro (Foto: dpa)
Die alte und die neue Währung: Eine D-Mark (Deutsche Mark) (links) und ein Euro (Foto: dpa)

Du erinnerst dich bestimmt nicht mehr an sie. Wahrscheinlich warst du damals auch noch gar nicht geboren. Vielleicht haben deine Eltern dir aber schon mal von ihr erzählt. Gemeint ist die Zeit vor dem Euro.Also die Zeit, in der wir in Deutschland mit einer anderen Währung, der Deutschen Mark und dem Pfennig, gezahlt haben. Morgen vor genau 15 Jahren, am 17. Dezember 2001, gab es die ersten Euro-Münzen. Die Münzen, mit denen du heute ein Eis am Kiosk oder Brötchen beim Bäcker kaufst.

Warum hat sich die Währung geändert?

Fünf Mark als Münze: So sahen Münzen und Scheine in D-Mark aus. (Foto: dpa)

Vor dem Euro gab es in allen Ländern in Europa verschiedene Währungen. In den Niederlanden bezahlte man mit Gulden, in Italien mit Lire, in Österreich mit Schilling. Das bedeutete, wenn man beispielsweise nach Italien in den Urlaub fuhr, musste man die Deutsche Mark in Lire umtauschen. Das war ziemlich lästig. Auch der Handel innerhalb Europas war deswegen schwierig. Aus diesem Grund wollten viele Politiker in ganz Europa eine „Währungsunion“ schaffen. Also einen Verbund aus vielen Ländern, in dem alle mit der gleichen Währung bezahlen. So entstand die Idee des Euros.

Was passierte am 17. Dezember 2001?

In so genannten „Starter-Kits“ wurden am 17. Dezember 2001 die ersten Euro-Münzen in den Banken und Sparkassen verkauft. Für 20 Deutsche Mark erhielt man damals 10,23 Euro in kleinen Plastiktüten. Um sich an die neue Währung zu gewöhnen, standen zu der Zeit schon in vielen Geschäften die Preise sowohl in Deutscher Mark als auch in Euro an den Produkten.

Wann wurde der Euro richtig eingeführt?

Erst ab dem 1. Januar 2002 konnte man offiziell mit dem Euro bezahlen. Ab diesem Datum wurde die neue Währung  auch an Bankautomaten und  Bankschaltern ausgegeben. Bis Ende Februar konnte man gleichzeitig aber auch noch mit Deutscher Mark bezahlen. Das sollte den Umtauschprozess der beiden Währungen etwas entzerren und nicht für allzu lange Schlangen in den Banken und Sparkassen sorgen.

Was veränderte sich noch für die Menschen?

Natürlich war es schon eine große Umstellung, jedes Mal umzurechnen, um zu wissen, wie viel ein Produkt nun kostete. In Deutschland galt die ungefähre Rechnung: Ein Euro gleich zwei Deutsche Mark. Doch auch optisch mussten sich die Deutschen erst umgewöhnen. So gab es vorher beispielsweise noch fünf Mark als Münze. Fünf Euro wurden jedoch mit einem Schein bezahlt. Auch die Bilder auf den Euro-Münzen waren neu.

Wofür stehen die verschiedenen Bilder?

Vielleicht ist es dir schon mal aufgefallen: Alle Münzen mit dem gleichen Wert sehen von vorne gleich aus. Doch die Rückseite ist manchmal verschieden. Auf ihr sind Motive aus den verschiedenen Ländern abgebildet. Auf der 50-Cent-Münze in Deutschland sieht man beispielsweise das Brandenburger Tor, auf der 5-Cent-Münze in Italien das Kolosseum in Rom. Jedoch kannst du mit allen Münzen im gesamten Euro-Gebiet bezahlen.

Anders als bei den Münzen sehen die Euro-Scheine überall gleich aus. Ihr erstes Design wurde von einem Österreicher entworfen. Seit 2005 werden die Scheine aber nach und nach durch ein anderes Motiv erneuert.

Von Lukas Hansen