Neuer Chef der Vereinten Nationen
Ein Mann aus Portugal wird bald eine wichtige Rolle in der Welt spielen: Antonio Guterres soll der neue Generalsekretär der Vereinten Nationen werden.
Die Vereinten Nationen

Das Hauptquartier der Vereinten Nationen liegt am Fluss East River in der Stadt New York. (Foto: dpa)
Die Vereinten Nationen sind eine Organisation, zu der fast alle Länder der Welt gehören. Auch Deutschland ist Mitglied, dazu kommen 192 weitere Staaten. Abgekürzt sagt man „UN“ oder „Uno“ – das steht für den englischen Namen „United Nations Organisation“. Die UN wurden im Jahr 1945 gegründet, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihr Ziel ist, den Frieden auf der Welt zu sichern und zu verhindern, dass sich so ein Krieg wiederholt. Außerdem setzt sich die Organisation für die Menschenrechte ein. Die UN haben ihren Sitz in den USA, in der Stadt New York.
Zwei Einrichtungen
In der Vollversammlung sind alle UN-Mitgliedsstaaten vertreten. Bei Abstimmungen hat jedes Land genau eine Stimme, egal wie groß es ist. Die Vollversammlung entscheidet zum Beispiel, wie viel Geld die UN ausgeben dürfen. Außerdem gibt sie Empfehlungen ab, was in der Welt passieren soll. Die zweite Einrichtung ist der Sicherheitsrat. Dort sind nur wenige Staaten vertreten. Die USA, China, Großbritannien, Russland und Frankreich sind immer dabei und sogenannte ständige Mitglieder. Dazu kommen zehn weitere Länder für jeweils zwei Jahre. Der Sicherheitsrat stimmt über die Beschlüsse und Empfehlungen der Vollversammlung ab.
Der Generalsekretär
Der UN-Generalsekretär ist der Chef der Organisation und ihrer Mitarbeiter. Er reist zum Beispiel in Krisengebiete, vermittelt bei Problemen zwischen Staaten und ermahnt Politiker. Bisher ist der Generalsekretär Ban Ki Moon aus Südkorea. Er gibt sein Amt nach zehn Jahren ab. Sein Nachfolger soll 2017 Antonio Guterres werden. Der 67-Jährige war früher Ministerpräsident von Portugal. Danach war er Chef des Flüchtlingshilfswerks der UN. Vorgeschlagen wird der Generalsekretär vom Sicherheitsrat. Abstimmen muss dann die Vollversammlung. Bei Antonio Guterres sind sich beide Einrichtungen einig.
Von Kathy Stolzenbach




