Die Mitarbeiter bei Amazon streiken

Die Mitarbeiter bei Amazon streiken
Mit großen Figuren aus Kartons, Pfeifen und Plakaten wollen die Amazon-Angestellten erreichen, dass ihnen viele Menschen zuhören. (Foto: dpa)

So nicht mehr! Jetzt muss sich endlich was ändern, fordern Mitarbeiter von der Firma Amazon. Einige von ihnen streikten deshalb an diesem Wochenende. Das bedeutet, sie machen nicht ihre normale Arbeit bei dem Online-Händler, sondern protestieren stattdessen auf der Straße.

Dafür versammelten sich Leute vor einem Gebäude von Amazon und machten viel Lärm – mit Tröten, Trommeln und Rasseln. Einige trugen auch Plakate mit ihren Forderungen.

Gewerkschaft hilft Arbeitern

Hilfe bekommen die Amazon-Mitarbeiter von der Gewerkschaft Verdi. Eine Gewerkschaft setzt sich für die Rechte einer Berufsgruppe ein. Sie hatte die Mitarbeiter auch zum Streik aufgerufen.

Die Gewerkschaft findet: Amazon verdient mit der Arbeit seiner Angestellten sehr viel Geld. Aber die Angestellten werden oft nicht gut von ihren Chefs behandelt. Das soll sich ändern!

Zum Beispiel soll Amazon den Leuten mehr Geld bezahlen als jetzt. Sie sollen auch mehr mitbestimmen dürfen. Dafür müsse es einen Vertrag geben. Der Streik soll helfen, diese Forderung durchzusetzen.

Zur wichtigsten Zeit streiken

Aber warum streiken die Mitarbeiter genau jetzt? Weil der Zeitpunkt, wann gestreikt wird, wichtig ist.

Bei Online-Händlern wie Amazon beginnt jetzt die wichtigste Zeit des Jahres: Kurz vor Weihnachten gibt es viel zu tun. Viele Kunden bestellen dann im Internet Geschenke. „Die Mitarbeiter wollen ihren Chef in dieser Spitzenzeit unter Druck setzen“, erklärt ein Experte.

Sie zeigen ihm, dass die Arbeit ohne sie schlecht erledigt werden kann. Die Gewerkschaft hofft auch, so bemerken mehr Leute den Streik.

Die Päckchen und Pakete sollen übrigens trotzdem pünktlich kommen. Amazon sagt, die meisten Mitarbeiter hätten normal gearbeitet. Verdi will in den kommenden Tagen aber weiter zum Streik aufrufen.

Von dpa