Winter-Buffet für unsere Vögel

Winter-Buffet für unsere Vögel
Der Buchfink futtert an einem Vogelhäuschen. Foto: Annette Riedl/dpa

Finken, Spatzen, Meisen, Amseln oder Rotkehlchen: Diese und andere Vogelarten kann man im Winter am Futterhäuschen beobachten. Aber wer frisst was? Und was sollte man beim Füttern beachten?

Geflatter, Gekreische und umherfliegende Körner: An manch einem Futterhaus ist im Winter ordentlich was los! Viele Menschen füttern dann die Vögel in ihrem Garten oder auf dem Balkon.

Unbedingt nötig sei das nicht, sagt Silvia Teich vom Naturschutzbund Nabu. „Wildtiere, dazu gehören auch Vögel, brauchen in der Regel keine Hilfe bei der Nahrungssuche. Sie können das sehr gut selbst.“ Aber das Füttern ist eine schöne Gelegenheit, die Vögel zu beobachten.

Trocken und sauber sollte der Futterplatz sein. Foto: Insa Sanders/dpa

Es hilft ihnen auch. Silvia Teich sagt: „Wenn es draußen sehr frostig ist und es eine geschlossene Schneedecke gibt, kann das Füttern schon helfen, weil die Tiere dann viel Energie brauchen und sie auch schlechter an Futter kommen, wenn der Boden mit Schnee bedeckt ist.“ Doch was füttert man am besten?

Verschiedene Lieblingsspeisen

Wenn man es sich einfach machen möchte, eignen sich ungeschälte Sonnenblumenkerne am besten, sagt Silvia Teich. „Das mögen fast alle Arten, die ans Futterhaus kommen.“ Aber man kann es auch gezielter füttern.

Je nach Art haben unsere heimischen Vögel andere Lieblingsspeisen. „Körnerfresser wie Finken, Spatzen oder Gimpel fressen Sonnenblumenkerne, Getreidekörner, eingefettete Haferflocken und
unbehandelte Erdnüsse gerne“, sagt James Brückner vom Deutschen Tierschutzbund. „Weichfutterfresser wie Rotkehlchen oder Zaunkönige nehmen gerne Fettfutter sowie getrocknete Insektenlarven. Amseln und Drosseln freuen sich auch über getrocknete Beeren, Äpfel und
Birnen.“
Die Fachleute raten dazu, Körner und Weichfutter an getrennten Futterstellen anzubieten. So kommen sich die Vögel nicht in die Quere. Beim Körnerfutter gilt: „Am besten eine Futtersäule nutzen. So bleibt das Futter immer sauber, weil die Vögel nicht durch das Futter laufen können, wie das beim klassischen Futterhäuschen oft der Fall ist“, sagt Silvia Teich. Denn Vögel nutzen das Futterhäuschen mitunter auch als Klohäuschen. Der Kot vermischt sich mit dem Futter und so können Krankheiten übertragen werden. Wer ein Futterhäuschen aufstellt, sollte das regelmäßig mit warmem Wasser reinigen.

Körner oder weiches Futter? Das kommt auf den Vogel an. Foto: Insa Sanders/dpa

Vorsicht bei Meisenknödeln

Das Futter sollte außerdem trocken stehen. Wenn es nass wird, könnte es schimmeln und auch das nicht gut für die Gesundheit der Tiere. Außerdem raten Fachleute von Meisenknödeln im Netz ab. „Weil Vögel sich in den Netzen verfangen und sich verletzen können“, sagt Silvia Teich. „Besser ungenetzte Knödel im Spender anbieten.“ Gibt es sonst noch etwas, was man nicht füttern sollte? „Gar nicht als Futter eignen sich Speisereste“, sagt die Expertin. Damit ist auch Brot gemeint.

Von Insa Sanders (dpa)