Weich und wichtig
Weidenkätzchen sehen schön aus und sind Nahrung für Bienen im Frühjahr.
Sie sind klein, grau und so weich wie das Fell einer Katze – na klar, lum! So heißen die Blüten der Salweide. Diese Weidenart wächst am Waldrand, in Parks oder an Feldwegen. Die Blüten der Weide sind für ihre besondere Form berühmt. Und natürlich dafür, dass sie ganz weich sind, wenn man mit dem Finger darüberstreicht. Das tolle ist: Die Salweide blüht besonders früh im Jahr. Im März und April gibt es schon die ersten Weidenkätzchen zu sehen. In vielen Familien stehen deswegen an Ostern Weidenzweige auf dem Tisch. Die Weidenkätzchen daran sind ein Zeichen dafür, dass der Frühling endlich beginnt.
Von der Kirche gesegnet
In der katholischen Kirche werden Weidenkätzchen während der Osterzeit sogar gesegnet. Am Sonntag vor Ostern nehmen Gläubige sie mit in die Kirche. Die gesegneten Weidenkätzchen sollen den Menschen Glück bringen.
Aber nicht nur wir Menschen freuen uns über die Weidenkätzchen. Auch für Bienen sind die Blüten wichtig. Denn sie sind im Frühling eine wichtige Nahrungsquelle. So früh im Jahr gibt es nämlich kaum andere Blumen, deren Blütenstaub die Bienen sammeln können. Und den brauchen die Bienen zum Überleben. Die Salweide steht deswegen unter Naturschutz. Das bedeutet, dass man von Bäumen in freier Natur keine Zweige abschneiden darf. So bleiben mehr Blüten für die Bienen. Wenn du dir also auch einen schönen Osterstrauß mit Weidenkätzchen machen möchtest, solltest du die Zweige im Blumenladen kaufen oder im eigenen Garten sammeln.
Von Lina Petry




