Vorfreude auf Weihnachten

Vorfreude auf Weihnachten
Mitsing-König Björn Heuser darf nicht fehlen. Foto: Uwe Weiser

Gut zwei Wochen vor Heiligabend findet in der Lanxess-Arena erstmals „Loss mer Weihnachtsleeder singe för Pänz“ statt.

Die Veranstaltung geht schon am Nachmittag los, damit möglichst viele Kinder dabei sein können. Beim Mitsingkonzert wird das Publikum zum riesigen Chor, der gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern Weihnachtslieder anstimmt. Klingt super, oder? Eine der Bands, die am 9. Dezember auftreten, sind die Räuber. Duda hat mit den Musikern über ihre besondere Beziehung zu Weihnachten gesprochen.

Die Räuber haben zahlreiche Hits veröffentlicht. Bild: Daniela Decker

Die Räuber

Die kölsche Band gibt es schon seit 1991. Vielleicht kennt ihr ihre Lieder aus dem Karneval – oder vom Fußball. Denn ihr größter Hit „Wenn et Trömmelche jeht“ läuft jedes Mal, wenn der 1. FC Köln ein Tor schießt. Bei ihrem Auftritt für das Kinder-Mitsingkonzert in der Arena wollen die Räuber insgesamt vier Stücke spielen, die Titel verraten sie aber nicht. „Wir sprechen unser Programm noch mit den anderen Beteiligten ab“, sagt Bassist Martin Zänder, „schließlich will das Publikum nicht 50-mal den gleichen Weihnachtsklassiker hören.“ Die Band hat uns erzählt, was sie an Weihnachten am meisten mögen: das Essen und – kein Wunder – die Musik.

 Singen an Weihnachten

„Wir haben vor der Bescherung immer ‘O Tannenbaum’ und ‘Stille Nacht’ gesungen, das war schön“, berichtet Sänger Sven West. Seine Eltern wollten gerne, dass er Flöte spielt. „Aber das fand ich immer furchtbar!“ „Weihnachten und Musik gehören bei uns ganz fest zusammen“, sagt Gitarrist Andreas Dorn. Ohne gemeinsames Singen keine Geschenke, das gelte bei ihm heute noch. „Da musste auch mein Sohn durch – und der ist schon 28.“ Martin Zänder findet, dass Weihnachtslieder und kölsche Musikstücke wunderbar zusammenpassen: „Das ist in vielen Familien Lebensalltag.“ So groß sei der Unterschied zwischen Weihnachten und Karneval gar nicht, sagt Keyboarder Kurt Feller: „Wir feiern jeweils die Gemeinschaft, mal mehr, mal weniger besinnlich.“

Der Chor Lucky Kids ist am 9. Dezember dabei. Foto: Uwe Weiser

Essen an Weihnachten

„Meine Eltern haben immer Fondue gemacht“, erinnert sich Kurt Feller. Dabei „Bei meinen Großeltern gab es Ente, Rotkohl und Knödel“, erzählt Andreas Dorn. Der Vorteil war, dass seine Großeltern an unterschiedlichen Orten gelebt haben: „Darum gab es zweimal Ente mit Knödeln. Ich konnte den Hals nicht vollkriegen.“ Mit einer speziellen Bratensoße schafft es Martin Zänder, die Weihnachtsstimmung für seine Familie zu verlängern: „Da kommt Zimt und Lebkuchengewürz rein, die muss superlang köcheln. Daher riecht es schon drei Tage vor Heiligabend nach Weihnachten.“ Sven West ist mit einer Polin verheiratet, daher feiert er den Heiligabend auf polnische Art, also mit Fisch statt Fleisch: „Es gibt immer Karpfen. Und unter jedem Teller liegen ein paar Schuppen von dem Fisch, das soll Glück bringen.“

Alle Infos

Die Kölner Stadt-Anzeiger Medien und die Lanxess-Arenaveranstalten „Loss mer Weihnachtsleeder singe för Pänz“ am Mittwoch, 9. Dezember, um 17 Uhr zum ersten Mal. Der kölsche Liedermacher Björn Heuser führt zusammen mit Michael Kokott, Chorleiter der Lucky Kids, durchs Programm. Neben den Räubern treten Sarah Engels, Tom Lehel und die Kinderrockband Pelemele auf. Beim Mitsingen wird das Publikum von den Lucky Kids unterstützt, das ist der Kinderchor der Rheinischen Musikschule Köln. Dessen Sängerinnen und Sänger sind zwischen sieben und 17 Jahre alt. Sie haben schon mit den Bands Revolverheld und Unheilig auf der Bühne gestanden und waren mehrmals im Fernsehen, zuletzt bei der RTL-Show „Das Supertalent“. Tickets gibt es unter www.lanxess-arena.de oder bei Kölnticket.

Von Markus Düppengießer