Tricks auf dem Rad: Tipps zum BMX-Fahren

Im Skate-Park kann man Tricks üben. (Foto: dpa)
Im Skate-Park kann man Tricks üben. (Foto: dpa)

Sachen, die zu klein sind, sehen oft ziemlich blöd aus: Klamotten, aus denen man rausgewachsen ist, Schulranzen, die zu klein sind, Kinderteller, auf die nicht genug Essen passt. BMX-Räder sind eigentlich auch zu klein für ihre Fahrer. Denn der Rahmen ist nur 20-Zoll groß – das sind 50,8 Zentimeter. Trotzdem sehen die Räder und ihre Fahrer meistens ziemlich cool aus. Vielleicht liegt das an den Tricks, die man mit BMX-Rädern machen kann.

BMX rider

Wie fährst du BMX?

Wie bei einem normalen Fahrrad, trittst du auch beim BMX in die Pedale, um vorwärts zu kommen. Aber das BMX ist besonders: „Man fährt im Stehen“, sagt Niklas Effertz. Er fährt seit acht Jahren BMX und gibt in den Abenteuer Hallen Kalk Kurse für Kinder.  Das BMX reagiert schneller als ein normales Fahrrad und den Lenker kann man weiter drehen. „Bis man fahren und die ersten Tricks machen kann, dauert es ungefähr ein halbes Jahr“, sagt Niklas Effertz.

Wo fährst du?

„Beim BMX-Fahren gibt es drei Haupt-Disziplinen: Street, Park und Dirt“, sagt Niklas Effertz. Je nach Disziplin, fährst du an einem anderen Ort.
Park: Gemeint ist ein Skate-Park. Es gibt verschiedene Arten von Rampen und sogenannten Half-Pipes. Hier kannst du Tricks üben: Einen „Back Flip“, also Rückwärtssalto oder einen „Tail Whip“ – dabei drehst du den Rahmen in der Luft. Guck mal, ob es in deiner Umgebung Skate-Anlagen gibt. In Köln gibt es  etwa die Abenteuer-Halle in Kalk, die North Brigade in Weidenpesch oder die Lohse-Rampe in Nippes.
Street: Du bist draußen auf der Straße, fährst Treppen runter oder springst mit dem Rad auf Mauern hoch. Du kannst sogar mit den Stangen, die am Rad befestigt sind, an einem Geländer herunterrutschen – das nennt man „grinden“. Aber mit einem BMX-Rad darfst du nicht im Straßenverkehr fahren – denn das ist viel zu gefährlich. Und es ist nicht immer erlaub, auf öffentlichen Plätzen zu fahren. „Hier in Köln wird das aber geduldet“, glaubt Niklas Effertz.
Dirt: Übersetzt heißt das Dreck, denn du fährst auf einer Strecke im Wald und springst mit dem BMX über einen Graben. Die Disziplin ist auf dem Land verbreitet, in Köln gibt es kaum Strecken.

Wie schützt du dich?

All die Tricks und Sprünge hören sich ziemlich gefährlich an. Aber Niklas Effertz findet: „Der Sport ist nicht gefährlicher als Fußball spielen.“ Er hat sich noch nie schlimm verletzt. „Man muss aber lernen, sich abzurollen.“ Und natürlich Schutzkleidung tragen: Ein Skaterhelm, sowie Schoner aus Gel und Kunststoff über den Schienbeinen und Knien. „Wichtig ist auch, dass man sein Rad immer gut wartet, repariert und Teile austauscht“, sagt Niklas Effertz.

Wo kommt das BMX her?

Das Rad kommt aus den USA. In den 1970er Jahren sind dort viele Leute mit Motorrädern in schwierigem Gelände gefahren. Das nennt man Motorcross. Viele Jugendliche fanden das so gut, dass sie   ihre Fahrräder umgebaut und verstärkt haben und dann über die Strecken gefahren sind. „Das BMX ist so vielseitig“, sagt Niklas Effertz. „Beim Skateboard muss man auf den Untergrund achten, aber mit dem BMX kann man überall fahren.“ Bekannt ist der Sport in Deutschland durch den Film „E.T. – Der Außerirdische“ geworden, in dem ein Junge mit einem Außerirdischen flieht – auf einem BMX natürlich.

Von Angela Sommersberg

Ein BMX kaufen

In Köln gibt es zum Beispiel diese BMX-Geschäfte: „Crow-Store“ (Christian-Sünner-Straße, Köln-Kalk) oder „Peoples Store“ (Moltkestraße 81, Innenstadt). Ein gutes Anfänger-Rad kostet ungefähr 300 Euro. Für den Helm solltest du 60 Euro ausgeben, für  Knie- und Schienbeinschoner je 40 Euro.

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