Lese-Tipp: Viola sucht sich selbst
Im Kindergarten war Violas Welt noch in Ordnung: Sie hatte fünf beste Freundinnen. Sie konnte Purzelbaum rückwärts und wünschte sich nichts sehnlicher, als endlich groß zu sein. Inzwischen ist sie in der fünften Klasse und fühlt sich ziemlich durcheinander. Wo war sie eigentlich vor ihrer Geburt und wer ist Viola jetzt?
Für Oma ist sie noch immer das süße, kleine Mäuschen und für ihren jüngeren Bruder die dumme Gans. Ihre Schwester findet sie zu dick, die Mutter dagegen klagt, sie sei dünn wie ein Strich in der Landschaft.
Wieso kennt Viola sich so schlecht, obwohl sie rund um die Uhr mit sich selbst zusammen ist? Na ja! Eines weiß sie immerhin sicher: Sie ist keine Frühaufsteherin! Außerdem hätte sie gern eine richtige Freundin – und nicht nur eine, die sie ausnutzt.
Todtraurig bis überglücklich
“Pssst!” heißt Violas Tagebuch. Es ist eine Pinnwand mit Comicbildern und Notizzetteln, die ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen. Vieles kommt dir vielleicht bekannt vor. Denn wer kein kleines Kind mehr ist, aber auch noch nicht erwachsen, erlebt Ähnliches wie Viola: Einmal fühlt sie sich todtraurig, dann wieder könnte sie die ganze Welt umarmen.
Viola findet jedenfalls, dass Pickel und plattgedrückte Haare am Morgen das Schlimmste sind! Und das Beste: knisternde Eispfützen oder wenn der Bus endlich kommt. In diesem Buch kannst du eine Menge Entdeckungen machen.
Annette Herzog (Text)/ Katrine Clante (Illu.): Pssst! Peter Hammer Verlag, Wuppertal, 2016, 96 Seiten, 14,00 Euro, ab 10 Jahren
Von dpa




