Gegen böse Geister

Gegen böse Geister
Die Iren nahmen ihren Brauch mit nach Amerika. Bild: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Die Kürbisgesichter an Halloween gehen auf eine alte irische Legende zurück.

Zu Halloween sieht man sie überall: ausgehöhlte und leuchtende Kürbisgesichter. Sie werden aufgestellt, um böse Geister fernzuhalten. Das Kürbisschnitzen und -aufstellen geht auf eine alte Legende aus Irland zurück, und zwar auf die Legende von Jack O’Lantern: Jack war ein Bösewicht und als er starb, verwehrte Gott ihm den Zugang zum Himmel. Doch auch in der Hölle war Jack nicht willkommen, denn er hatte zu seinen Leb­zeiten den Teufel hintergangen. Trotzdem hatte der Teufel etwas Mitleid mit ihm und schenkte ihm ein Stück glühende Kohle, damit er sich wärmen konnte. Diese legte Jack in eine ausgehöhlte Rübe, die er als ­Proviant mit­­ge­nommen hatte. Damit machte er sich auf die ­Suche nach einem Ort, an dem er bleiben konnte.

Die Toten fernhalten

Die Iren leiteten aus dieser ­Legende ab, dass ein brennendes Stück Kohle in einer Rübe böse Teufel und Geister fern­halten könne. Als viele Iren nach Amerika auswanderten, nahmen sie diesen Brauch mit. Nur gab es in Amerika weniger Rüben und mehr Kürbisse, die vor allem noch größer und einfacher ­auszuhöhlen waren. Und so wurden statt der Rüben ­irgendwann Kürbisse an Halloween aufgestellt. Denn man sagt ja, dass an Halloween die Toten in die Welt der Lebenden ­kommen. Mit den leuchtenden Kürbissen will man sie auch heute noch fernhalten.

Von Lena Büter