Das sind tolle Graphic Novels für Jugendliche

Ausschnitt aus dem Cover von
Ausschnitt aus dem Cover von "Die Insel der besonderen Kinder" (Foto: Verlag Carlsen)

Habt ihr schon mal etwas von „Graphic Novels“ gehört? Das sind ganz besondere Bücher. Ich will mit euch einen Blick in die Welt der Graphic Novels werfen und euch meine Lieblingsbücher vorstellen.

Was ist eine Graphic Novel?

Kinderreporter Johann. (Foto: Martina Goyert)

Kinderreporter Johann. (Foto: Martina Goyert)

Ihr könnt sie euch ungefähr so wie einen Comic vorstellen, nur dass eine Geschichte wie in einem Buch erzählt wird. Auch die Figuren sind anders. Glaubt also nicht, dass ihr in den Graphic Novels auf Donald Duck stoßen werdet. Zum Beispiel habe ich „Die Insel der besonderen Kinder“ als Graphic Novel gelesen, die es aber auch als richtiges Buch gibt. Das Gute an Graphic Novels sind die schönen, meist sehr genauen Zeichnungen, die einem ein gutes Bild der Geschichte geben. Man sieht die Emotionen, also die Gefühle der Leute und muss sie sich nicht nur vorstellen.

Sind die Bücher nur etwas für Faule?

Finde ich nicht. Klar, Graphic Novels sind schneller als ein normales Buch durchzulesen, dafür wurden sie ja auch nicht gemacht. Sie sind etwas Eigenes, also eine eigene Kategorie wie Romane, Märchen und so weiter. Gut sind Graphic Novels für Leute, die die Lust daran verloren haben, lange Bücher ohne Bilder zu lesen. Wenn du dazu gehörst, dann versuche es mal mit einer Graphic Novel. Es gibt keine endlos langen Texte und viele Bilder. Vielleicht kommt so auch bei dir die Lust auf normale Bücher zurück.

Graphic Novels, die ich schon gelesen habe:

Im Eisland: Die Franklin-Expedition (Erster von drei Bänden) von Kristina Gehrmann

Die Geschichte ist wirklich passiert. Es geht darum, dass die Engländer eine Seefahrt durch die Nordwestpassage nördlich des amerikanischen Kontinents unternehmen wollen. Unter dem Kommando von Sir John Franklin und mit den Schiffen HMS Erebus und HMS Terror der Royal Navy geht es los. Konservenvorräte sind für mehrere Jahre angelegt.

Da kann nichts schiefgehen, oder? Kaum sind die Schiffe im Eis angelangt, treten die ersten Probleme auf. Ein spannendes Abenteuer beginnt. Die drei Bände habe ich mehrmals gelesen und Motive daraus abgezeichnet. Die Bände würde ich etwas älteren, interessierten Kindern empfehlen. Mir haben sie sehr gut gefallen.

 

 

Die Insel der besonderen Kinder (Drei Bände) von Ransom Riggs und Cassandra Jean (Zeichnungen)

Hierbei handelt es sich um eine Fantasiegeschichte, die sich um einen Jungen namens Jakob dreht. Jakobs Opa erzählte ihm immer Geschichten von Kindern mit merkwürdigen Fähigkeiten. Das Komische daran war, dass sein Opa ihm Fotos zeigen konnte: Eins mit einem schwebenden Mädchen, ein anderes mit einem Kind, das einen zweiten Mund am Hinterkopf hat.

Nachdem sein Opa von einem mysteriösen Monster umgebracht wurde, macht sich Jakob auf die Suche nach den Kindern und wird auf einer Insel fündig. Von dieser insgesamt vierteiligen Reihe sind schon zwei Graphic Novels veröffentlicht worden und ich kann nur hoffen, dass weitere folgen.

 

 

 

Moby Dick von Chaboute (Übersetzung Ulrich Pröfock)

„Nennt mich Ismael.“ Mit diesem Satz beginnt die Geschichte eines Seemannes, der auf einem Walfänger-Schiff anheuert. Doch schon nach kurzer Zeit auf See erfährt Ismael den wahren Grund der Fahrt. Der alte Kapitän Ahab ist auf Rache aus.

Vor vielen Jahren biss der Weiße Wal, auch bekannt als Moby Dick, ihm das Bein in einem Kampf ab. Seither versucht Ahab, den weißen Wal aufzuspüren und zu erledigen. In dem Band findet man sehr schöne Schwarz-Weiß-Zeichnungen und toll gemalte Figuren.

KINDERREPORTER JOHANN (12)