So wird Kunstschnee gemacht

So wird Kunstschnee gemacht
Schneekanone im Einsatz. Foto: David TaneËek/CTK/dpa

An vielen Orten in Deutschland sind am Wochenende die ersten Schneeflocken in diesem Winter vom Himmel gerieselt. Wie Puderzucker hüllten sie Bäume, Dächer und Wiesen ein.

Zum Ski, Snowboard oder Schlitten fahren reichte die Schneemenge aber in den meisten Gegenden nicht aus. In den Skigebieten wird daher häufig mit Kunstschnee nachgeholfen, um Pisten für Wintersportler herzurichten.

Was ist Kunstschnee?

Der Kunstschnee unterscheidet sich kaum vom natürlichen Schnee: Beide bestehen aus vielen kleinen Eiskristallen. Die wiederum sind nichts anderes als klares, gefrorenes Wasser. Beim Kunstschnee sind die Kristalle aber etwas größer. Sie bilden auch weniger Verästelungen und haben eher eine runde Form. Dadurch schmilzt der Schnee nicht so schnell.

Wie wird Kunstschnee hergestellt?

Foto: Swen Pförtner/dpa

Spezielle Maschinen  erzeugen aus Wasser künstlichen Schnee. Meistens werden dafür Schneekanonen benutzt. Sie sehen so ähnlich aus wie das Triebwerk eines Flugzeugs und funktionieren so: Wasser wird mit Hilfe einer Turbine durch Düsen gedrückt und fein zerstäubt. Ein Propeller bläst die Wassertröpfchen in die Luft. Dort gefrieren sie und rieseln als Schneeflocken auf die Piste.

Warum ist Kunstschnee nötig?

Fast alle Skigebiete in Deutschland nutzen Schneekanonen.  Das liegt zum einen daran, dass es zwar Hügel und Berge gibt, aber die sind oft nicht so richtig hoch. Deshalb ist es dort auch meist nicht so kalt. In Ländern wie der Schweiz oder Österreich sind die Berge höher. Dort fällt oft mehr natürlicher Schnee. Außerdem werden die Winter bei uns wärmer. Dadurch gibt es weniger Schnee als früher. Das hängt laut Wetter-Experten auch mit dem Klimawandel zusammen. Statt zu schneien regnet es im Winter häufiger.

Warum ist das schlecht für die Umwelt?

Foto: David Taneèek/CTK/dpa

Um den Schnee künstlich zu produzieren, wird sehr viel Wasser benötigt. Dafür werden  häufig  Stauseen in Skigebieten angelegt. Darin wird das Schmelzwasser aus den Gebirgen gesammelt. Umweltschützer finden Schneekanonen nicht gut. Sie sagen, dass die Maschinen zu viel  Wasser und Strom  verbrauchen.

Von Kathy Stolzenbach (mit dpa)