Unter fünf Schwestern: So ist das Leben als Älteste!

Unter fünf Schwestern: So ist das Leben als Älteste!
Marla, Mina, Milla, Matilda und Madita (v.l.) Foto: Karena Pallgen

Wenn ich anderen erzähle, wie viele Geschwister ich habe, sind die meisten immer etwas überrascht, denn ich habe vier! Das ist heute eher selten. Und nicht nur das: Wir sind auch alle Mädels. Und – um alles noch verwirrender zu machen: Wir fangen alle mit „M“ an: Matilda ist 8 Jahre, Milla 6, die Zwillinge Madita und Mina sind gerade 3 geworden und ich, Marla, bin 10 Jahre alt und damit die Älteste!

VERANTWORTUNG

Kinderreporterin Marla (9) (Foto: Goyert)

Das ist nicht immer leicht: Ich muss viel Verantwortung tragen. Ich bin meistens die, die Mama hilft, habe zum Beispiel oft die Zwillinge gefüttert, als sie noch kleiner waren und passe heute auch auf sie auf. Was ich unfair finde: Ich muss um vieles kämpfen, was meine Schwestern später so kriegen werden. Ich hab etwa sehr lange um mein Smartphone gekämpft. Zum 10. Geburtstag hab ich es endlich bekommen. Mit mir sammeln meine Eltern eben Erfahrungen. Meine Schwestern brauchen dann nur noch zu sagen: „Marla hat zum zehnten Geburtstag auch eins bekommen.“

WENIG BEACHTUNG

Es gab mal eine Phase, in der ich das Gefühl hatte, dass Papa und Mama nur noch meine Geschwister, besonders die Zwillinge, beachteten und mich gar nicht mehr.

Letztes Jahr sind die Zwillinge in den Kindergarten gekommen, Milla wurde eingeschult. Da wurde ganz schön viel Theater drum gemacht. Dass ich aber von der Grundschule aufs Gymnasium gekommen bin, wurde gar nicht so beachtet, obwohl ich echt Angst vor dem Wechsel hatte. Aber dann sind Mama und ich für ein Wochenende nach London geflogen – nur wir beide! Und das hat richtig Spaß gemacht und hat gut getan. Als wir nach Hause kamen und alles wieder so wahnsinnig laut und wuselig war, war das echt schwer auszuhalten.

VIEL LOS

Das Gute an so vielen Geschwistern ist, dass man nie alleine ist. Irgendwo gibt es immer ein Lachen, irgendwo immer einen Streit. Es ist eigentlich immer lustig bei uns, und wir dürfen immer Freunde mit nach Hause bringen. Wir haben zum Glück alle unsere eigenen Zimmer, so dass man auch mal seine Ruhe haben kann. Es ist nicht so, dass ich eine Schwester mehr lieb hab als die andere. Aber am meisten hab ich halt mit Matilda zu tun, da wir nur knapp zwei Jahre auseinander sind. Sie interessiert sich daher eben für ähnliche Dinge wie ich, Handy oder Styling.

ALLE SIND ANDERS

Ich finde lustig, dass wir alle so unterschiedlich sind, obwohl wir alle die gleiche Kindheit haben. Milla, die mittlere, ist die Rebellin, Matilda ist verständnisvoll und fürsorglich, Madita die Mutige und Mina die Kleinste und Schüchternste. Mein Papa sagt, dass wir uns immer haben werden, egal was passieren wird. Und das finde ich auch cool. Eins meiner Lieblingslieder ist „Schwesterherz“ von den Schwestern Sarah und Vera Klima. Das Lied passt perfekt zu mir.

Und dass es den „Tag der Geschwister“ gibt, zeigt mir auch, dass es was Besonderes ist. Erst recht, wenn man so viele Geschwister hat wie ich!