Mit den Händen singen

Kinder vom Chor
Kinder vom Chor "Jecke Öhrcher" üben ein Karnevalslied im kölschen Dialekt mit Gebärdensprache. (Foto: dpa)

In Köln gibt es einen Chor, der sich „Jecke Öhrcher“ nennt. Das Ungewöhnliche: Nicht alle Sänger können hören. Einige sind gehörlos. Deswegen gebärden alle Chormitglieder. Das heißt, sie verwenden für die Texte eine Zeichensprache.

Beim Chor "Jecke Öhrcher" können nicht alle hören. Aber mit den Händen kann man auch singen. (Foto: dpa)

Beim Chor „Jecke Öhrcher“ können nicht alle hören. Aber mit den Händen kann man auch singen.

In dieser Sprache sprechen die Sänger vor allem mit ihren Händen. Aber auch ihr Gesichtsausdruck und die Bewegungen ihrer Lippen sind wichtig.

Dabei hilft ihnen eine Dolmetscherin für Gebärdensprache. Die Frau kann, was nur sehr wenige können: Sie übersetzt für Gehörlose zum Beispiel Karnevalslieder in Zeichen und Gesten – und zwar im Kölner Dialekt.

Am Ende der Probe gibt es immer lautlosen Applaus für alle: Arme nach oben, Hände kreisen lassen.

Von dpa