Vier Tage tanzen mit Cat Ballou

Vier Tage tanzen mit Cat Ballou
Cat Ballou haben vier Grundschulen gerockt. (Foto: Jörn Neumann)

Vier Tage lang haben die Gewinner des Duda-Fotoreportagen-Wettbewerbs mit Cat Ballou gesungen, getanzt, geschwitzt und gefeiert. Die Schulkonzerte waren ein Riesen-Fest – und nicht nur Cat Ballou finden: Kinder sind das beste Publikum! Hier erzählen wir euch, wie die Party an vier Schulen gelaufen ist:

Wilde Tanzroboter an der Ahrgrundschule Blankenheim

Hallo, Cat Ballou! (Foto: Geisler)

Hallo, Cat Ballou! (Foto: Geisler)

Bevor das Konzert beginnt, stimmen die 270 Schüler gemeinsam an: „Cat Ballou! Cat Ballou! Cat Ballou!“ Die Band kommt auf die Bühne, klatscht noch schnell ein paar Schüler in der ersten Reihe ab und legt dann los. Während der ersten Lieder tanzen die Schüler noch zögerlich zur Musik, haben viel Respekt vor der Band. Aber Sänger Oli gibt schnell die Richtung vor: „Ihr könnt uns auch duzen, wir sind ja noch gar nicht so alt.“ Die Kinder werden sofort ausgelassener, ein paar Jungen sorgen für Festival-Atmosphäre, als sie auf den Schultern von Klassenkameraden feiern.
Die Musiker ärgern sich zwischen den Liedern gegenseitig: „Der Oli trägt die Gitarre vor dem Bauch, weil er so dick ist“, sagt Keyboarder Dominik. Bei „Danzroboter“ tanzen die Schüler richtig wild, auch die Lehrer machen mit. Und für den Hausmeister gibt es später ein Geburtstagsständchen. Nach zwei Zugaben zieht Oli Bilanz: „Kinder sind ein super Publikum, die geben immer 200 Prozent!“

Hier könnt ihr im Video sehen, wie die Meute in Blankenheim abgeht:

Zugaben für die KGS Frankenforst

Alle schunkeln und springen, bitte! (Foto: Neumann)

An der KGS Frankenforst war das Konzert sogar unter freiem Himmel. (Foto: Neumann)

Die Schüler bereiten der Band einen tollen Empfang: An den Fenstern hängen selbst gemalte Plakate: „Die Erdmännchen grüßen Cat Ballou“. Die Erdmännchen-Klasse hat das Schulkonzert gewonnen. Sie stehen am Fenster und jubeln den Musikern zu, während sie aufbauen. Zwei Reporter der Schülerzeitung führen ein Interview mit Sänger  Oli. Dann stürmen 200 Schüler mit lautem Geschrei auf den Schulhof vor die Bühne. Das Konzert findet unter freiem Himmel statt. Oli bedankt sich für die vielen bunten Plakate. „Könnt ihr laut sein?“, fragt er. Die Antwort der Menge ist ohrenbetäubendes Gejohle. „Wir sind neidisch auf euch, denn ihr seid noch so jung“, sagt Oli vor dem Song „Kinderparadies“. „Wir mögen Hüpfburgen so gern. Aber bei uns gucken die Leute immer blöd, wenn wir auf eine gehen.“ Gehüpft wird vor und  auf der Bühne ausgiebig. Nach dem letzten Lied halten die Kinder ein Plakat hoch: „Zugabe, sonst gibt’s Kasalla“. Darum lassen sich Cat Ballou nicht zweimal bitten.

 

Ausrasten an der KGS Huchem-Stammeln

Kölsch können Kinder besser als Erwachsene, finden Cat Ballou. (Foto: Sommersberg)

Kölsch können Kinder besser als Erwachsene, finden Cat Ballou. (Foto: Sommersberg)

Was ist besser: Schule oder Fußball-EM? Die Schüler der KGS Huchem-Stammeln sind sich einig, als ihre Schulleiterin Ute Hannott sie das fragt: Schule ist besser. Und das hat einen guten Grund. Denn an diesem Tag sitzen die Kinder in der sechsten Stunde nicht im Unterricht – feiern mit  Cat Ballou in der Turnhalle. Sogar die Schüler der ehemaligen vierten Klasse sind gekommen. Sie hatten im vergangenen Jahr beim Wettbewerb um die Schulkonzerte mitgemacht.

Leon hat den Beruf seiner Mutter vorgestellt (ganz links), die Zahnarzthelferin ist. Und mit seinen Bildern Cat Ballou an seine Schule gebracht. (Foto: Sommersberg)

Leon hat den Beruf seiner Mutter vorgestellt (ganz links), die Zahnarzthelferin ist. Und mit seinen Bildern Cat Ballou an seine Schule gebracht. (Foto: Sommersberg)

Sobald  die ersten Töne von „Die Stääne stonn joot“ erklingen, rasten alle aus: 140 Kinder springen gleichzeitig auf und ab und bringen den Boden der Turnhalle zum Beben. Auch Duda hüpft auf der Bühne herum. Das Springen gefällt dem neunjährigen Gabriel am besten: „Das macht Spaß!“ Auch Cat Ballou sind begeistert von der Energie im Publikum. „Es ist toll, dass die Kinder voll aus sich rausgehen“, sagt Sänger Oli nach dem Konzert. Und er verrät uns, was ihm am besten an Konzerten für Kinder gefällt: „Wenn alle springen. Das sieht aus, als  wären lauter Flummis im Publikum.“

 

Party zu „Et jitt kei Wood“ an der Rochusschule Glessen

Sophie hat das Konzert mit einer Foto-Reportage über ihren Papa (2.v.l.) gewonnen. (Foto: Sommersberg)

Sophie hat das Konzert mit einer Foto-Reportage über ihren Papa (2.v.l.) gewonnen. (Foto: Sommersberg)

Zu Beginn des Konzerts in der Turnhalle stehen die Schüler noch geordnet in Reihen mit Abstand zur Bühne. Nach dem ersten Song wird diese Ordnung von Cat Ballou schnell auf den Kopf gestellt: „Kommt mal alle nach vorn, richtig nah an die Bühne“, sagt Oli. „Und jetzt machen wir richtig  Party!“ 230 Kinder, ihre Lehrer, der Hausmeister und unser Duda singen, tanzen und springen. Dudas blaue Haare  fliegen im Takt der Musik. Bei „Et jitt kei Wood“ singt die Menge jedes Wort mit. Beim letzten Song „Rollen“ teilt Keyboarder Dominik die Menge in der Halle in zwei Hälften. Sie singen den Refrain abwechselnd aus voller Kraft. Wer war lauter? Oli kann sich nicht entscheiden. Duda spielt den Schiedsrichter und entscheidet sich für die linke Seite. Der rechten Seite ist das egal. Denn am Ende hat die ganze Schule gewonnen: Eine tolle Party mit Cat Ballou! Für die Band war es das letzte Konzert  ihrer Schul-Tour. „Es hat viel Spaß gemacht, für die Kinder zu spielen. Und vor allem war es sehr schön, mit den Kindern Party zu machen“, sagt Oli nach dem Konzert.

Und wie fanden Cat Ballou die Woche mit euch? Wir haben nachgefragt:

(Video: Hendrik Geisler, Angela Sommersberg, Kathy Stolzenbach)