Hüüü Hüpf

Hüüü Hüpf
Daniel Schmidt beim Trampolin-Training. Foto: Axel Heimken/dpa

Kennst du das Gefühl, zu fliegen, wenn du auf dem Trampolin springst? Der junge George Nissen aus den USA kannte es vor rund 90 Jahren noch nicht.

Aber er stellte sich vor, wie herrlich es sein müsse, für einen Moment schwerelos in der Luft zu sein, als er 1930 als Jugendlicher im Zirkus beobachtete, wie die Kunstturner sich nach der Show vom Trapez in das Sicherheitsnetz fallen ließen. Nach der Landung hüpften sie nämlich auf dem elastischen Netz auf und ab.

Daniel Schmidt trainiert auf dem Mini-Doppel-Trampolin. Foto: Axel Heimken/dpa

Erstes Sprungbrett

Die Vorstellung ließ ihn nicht los, zumal er sehr turnbegeistert war. 1934 baute er das erste Trampolin. Es bestand aus einem Segeltuch, das mit Federn an einem Metallrahmen befestigt war. Seine Erfindung benannte er nach dem spanischen Wort „trampolín“ für Sprungbrett. Elf Jahre später gründete er eine Firma, in der er Trampoline herstellte und verkaufte. Um mit seiner Erfindung mehr Aufsehen zu erregen und sie besser verkaufen zu können, mietete er sogar ein Känguru, mit dem er gemeinsam auf einem Trampolin im New Yorker Central Park sprang und ließ sich dabei für Werbeaufnahmen filmen. Seine Tochter schrieb später sogar ein Buch über ihren Vater und seine Erfindung.

Foto: Axel Heimken/dpa

Olympische Disziplin

Die Menschen waren begeistert von seiner Erfindung und Trampolinspringen wurde – bis heute – zu einer Sportart. In den 1950er Jahren wurde sie auch in Europa bekannt. Seit 1973 gibt es eine Deutsche Vereinsmeisterschaft in der Trampolin-Bundesliga und seit 2000 ist Trampolinspringen sogar eine olympische Disziplin. George Nissen war bei dem ersten olympischen Trampolinturnen sogar noch dabei. Er starb erst im Jahr 2010 im hohen Alter von 96 Jahren. Wenn das mal kein Beweis ist, dass Trampolinspringen uns Menschen richtig fit hält… 

Von Jasmin Krsteski

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