Alles nummeriert
Warum jedes Gebäude eine Hausnummer braucht und welche Regeln es dafür gibt.
Du bist auf dem Weg zu einer Freundin, bei der du noch nie warst. Die richtige Straße findest du schnell – aber welches Haus ist es? Ihres sei weiß, davor stehe eine Bank, hat deine Freundin gesagt. Nur: Welches der beiden weißen Häuser mit Bank meint sie? Eine Hausnummer wäre praktisch gewesen! Aber braucht wirklich jedes Haus eine Nummer?
Niemand will lange suchen
Die Antwort ist eindeutig: Jedes Haus muss eine Hausnummer haben. Das steht in einem Gesetz. Der Grund ist logisch: Niemand hat Lust, lange zu suchen. Und dafür ist vor allem auch keine Zeit! Stell dir vor, jemand braucht dringend einen Rettungswagen, aber die Sanitäter müssen ewig nach dem richtigen Haus suchen. Auch der Postbote braucht die Nummer, um Briefe und Pakete richtig zuzustellen.
Die Stadt teilt zu
Die Hausnummer bekommt ein Gebäude von der Stadt zugeteilt. Die Stadt kann auch darüber bestimmen, wie die Nummer aussehen soll und wo sie angebracht wird. In manchen Städten gibt es da sehr genaue Vorschriften: In Hamburg und Berlin zum Beispiel müssen die Hausnummern beleuchtet, in Erfurt rechts neben der Eingangstür angebracht und in München sollen die Schilder kobaltblau sein.
Vor mehr als 500 Jahren
Bevor es Hausnummern gab, wurden die Häuser übrigens oft mit bemalten Schildern versehen. In den Dörfern hatten die Bauernhöfe Namen. Die ersten Hausnummern gab es in der französischen Stadt Paris vor mehr als 500 Jahren. Heute werden die Nummern meist – innerhalb einer Straße nach dem „Zickzackprinzip“ verteilt: auf einer Seite die ungeraden Zahlen, auf der anderen die geraden.
Von Angela Sommersberg




