Was sind die Aufgaben eines Klassensprechers?

Ein Klassensprecher sollte sich trauen, sich zu Wort zu melden. (Foto: dpa)
Ein Klassensprecher sollte sich trauen, sich zu Wort zu melden. (Foto: dpa)

Bald heißt es auch in NRW: Neues Schuljahr, neue Klassensprecher! An vielen Schulen wird nach den Ferien gewählt: Die Klassen bestimmen ihre Sprecher. Du hast Lust auf das Amt? Hier erfährst du wichtige Dinge über den Job des Klassensprechers:

Wer kann es werden?

Klassensprecher kann eigentlich jeder werden. «Gute Noten sind keine Voraussetzung», sagt Schulrektor Ulrich Hecker. Aber ein paar Dinge sollte man schon mitbringen. Du solltest kein Problem damit haben, deine Meinung zu sagen, auch dem Lehrer gegenüber. Und du solltest gut zuhören können. Schließlich bist du meist der erste Ansprechpartner für deine Mitschüler bei Problemen.

Was sind die Aufgaben?

Stress zwischen Schülern auf dem Schulhof? Ein Job für den Klassensprecher! Ärger zwischen Klasse und Lehrer? Auch dann musst du ran. Außerdem hilft man zum Beispiel bei der Organisation von Ausflügen. An vielen Schulen gibt es auch regelmäßige Treffen mit Sprechern anderer Klassen. Mit denen zusammen wählt man die Schulsprecher.

Was macht Spaß, was nervt?

Probleme lösen, Dinge mitentscheiden, anderen helfen. Das Amt des Klassensprechers ist spannend. Man lernt auch viel für später, meint Ulrich Hecker. Zum Beispiel, wie man am besten seine Meinung äußert oder wie man ein Gespräch leitet. Allerdings kann das Ganze nerven. Es geht schon mal die ein oder andere Freizeit-Stunde drauf. Außerdem ist nicht jeder immer zufrieden mit der Arbeit. „Man muss damit rechnen, auch mal von Mitschülern kritisiert zu werden.“

Was sollte man als Klassensprecher vermeiden?

Vielen Menschen passieren mal Fehler. Auch ein Klassensprecher macht nicht immer alles richtig. Hier ein paar Dinge, die du vermeiden solltest:

– Sich auf eine Seite schlagen: Wenn es einen Streit gibt, muss man sich immer alle Seiten anhören. Schulrektor Ulrich Hecker sagt: „Klassensprecher dürfen nicht ihre Freunde in der Klasse bevorzugen oder sich von ihnen beeinflussen lassen.“

– Alles alleine machen: Klassensprecher können nicht jedes Problem regeln. Wenn es richtig Ärger in der Klasse gibt, solltest du dir Hilfe holen, etwa bei einem Lehrer oder bei Eltern.

– Sich wie ein Lehrer benehmen: Klassensprecher sind vor allem für ihre Mitschüler da. Also den Aufpasser spielen und petzen sollte man auf keinen Fall. Sonst haben die Klassenkameraden kein Vertrauen. Sie suchen sich jemand anderen, wenn sie Probleme haben.

Von dpa