Fledermäuse und Gewitter: Das passiert im Hochsommer

Manchmal ziehen sich Fledermäuse zum Winterschlaf in alte Gebäude zurück. (Foto: dpa)
Im Winter schlafen Fledermäuse, im Sommer starten ihre Jungen. (Foto: dpa)

Der Hochsommer ist nicht nur die Zeit von Eis und Schwimmbad, sondern auch der Gewitter.

Wetter: Viele Sommergewitter

Blitze sind schön anzusehen. Im Haus bist du vor ihnen sicher. (Foto: dpa)

So ein Sommergewitter entsteht, wenn die von der Sonnenstrahlung warme und feuchte Luft von unten nach oben in den Himmel aufsteigt. Dort kühlt sie ab und es entstehen kleine Wassertröpfchen.

Das ist in etwa so, wie wenn sich der Wasserdampf, der beim Kochen entsteht, als Tropfen an der kalten Fensterscheibe absetzt. Am Himmel entstehen dabei aber dicke, hohe Regenwolken. Ganz weit oben können die Wassertröpfchen zu Eiskristallen gefrieren.

Wenn nun Wassertröpfchen und Eiskristalle aneinander reiben, entsteht in der Wolke eine elektrische Spannung, die sich als Blitz entlädt. Die Wassertropfen fallen als Regen vom Himmel.

Wenn so ein Gewitter überraschend kommt, während du draußen bist, solltest du dich auf keinen Fall unter einen Baum stellen, da dort der Blitz einschlagen könnte. Suche stattdessen eine Vertiefung, etwa eine Mulde, und hocke dich dort mit angezogenen Beinen hinein.

Pflanzen: Verräterische Linde

Diese Linde ist 250 Jahre alt. (Foto: dpa)

Die Linde lockt mit ihren gelben, duftenden und zuckerreichen Blüten jetzt viele Bienen und Hummeln an und bietet ihnen Nahrung. Allerdings kannst du unter einem blühenden Lindenbaum häufig auch viele tote Hummeln finden. Normalerweise erkennen Hummeln an der Farbe und am Duft der Blüte einer Pflanze, ob sie noch zuckerhaltigen Nektar hat. Den braucht sie zum Leben.

Forscher haben herausgefunden, dass die Blüten der Linde im Gegensatz zu denen anderer Pflanzen auch dann noch stark duften und ihre Farbe behalten, wenn sie gar keinen zuckrigen Nektar mehr enthalten. Die Hummeln bleiben also an der Linde, anstatt woanders nach Nahrung zu suchen und sterben an Erschöpfung. Im August reifen viele Obst- und Gemüsesorten heran. Die Vögel stürzen sich jetzt auf die reifen Beeren.

Tiere: Mücken und Fledermäuse

Unter der Lupe: Wenn du sie nicht hören würdest, würdest du warscheinlich auch nicht merken, dass sie zu zusticht. Die Stechmücke sitzt ganz still da und beißt zu. (Foto: dpa)

Zzzzzz: Mücken haben gerade Hochsaison. (Foto: dpa)

Sommerzeit ist Mückenzeit. Besonders am Wasser gibt es viele von ihnen, denn dort legen die Weibchen ihre Eier ab. Das kann auch eine gefüllte Gießkanne im Garten sein. Nur die Weibchen saugen dein Blut, denn ihr Körper braucht das Eiweiß darin, um Eier herstellen zu können.

Schwalben sind typische Sommervögel. Mit ihren gegabelten Schwänzen kannst du sie gut erkennen, wenn sie am Himmel Sturzflüge machen und Insekten jagen. Sie können dir auch verraten, ob ein Gewitter bevorsteht: Sie fliegen dann sehr tief, weil die Insekten, die sie fressen, nicht durch warme Winde Auftrieb in die Höhe bekommen, sondern ebenfalls tiefer fliegen.

Nachts gehen Fledermäuse auf die Jagd nach Insekten (Bild: dpa)

Im August sind die jungen Fledermäuse bereit zum Ausfliegen. Sie müssen jetzt selbst jagen und fressen. Ihre Mütter verlassen mit ihnen die sogenannten Wochenstuben und gehen bald mit ihnen auf die Suche nach dem richtigen Winterquartier.

Wenn du Fledermäuse beobachten willst, kannst du das bei der Batnight vom Naturschutzbund tun: Am 26.8. um 18 Uhr am Adenauer Weiher zum Beispiel.

Von Jasmin Krsteski

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