Suche nach einem Kandidaten

Suche nach einem Kandidaten
Angela Merkel ist bei der Kanzlerwahl die Kandidatin der Partei CDU. (Foto: dpa)

Eine Kandidatin steht schon fest. Sie heißt Angela Merkel und ist gerade Bundeskanzlerin. Ihre Partei CDU möchte, dass sie den wichtigen Job als Kanzlerin auch weiterhin macht. Darum ist Angela Merkel ihre Kanzler-Kandidatin. Das heißt: Sie soll für ihre Partei in den nächsten Monaten kräftig Werbung machen. Aber wer tritt gegen sie an?

„Ein Kanzler-Kandidat spielt im Wahlkampf für eine Partei eine sehr wichtige Rolle“, sagt Experte Jörg Siegmund. Und im Wahlkampf befinden wir uns schon. Denn im September wählen die erwachsenen Bürger des Landes den Deutschen Bundestag. Darin sitzen Politiker aus verschiedenen Parteien. Sie entscheiden über wichtige Dinge.

Mächtiges Amt

Ein Bundeskanzler hat als Chef der Regierung das mächtigste Amt in Deutschland. Er oder sie wird von den Politikern im Deutschen Bundestag gewählt – die Menschen stimmen also eigentlich nicht direkt über ihn ab. Trotzdem sagen die großen Parteien jetzt schon: Kriegen wir die meisten Stimmen, wählen wir später diese Person. Auch die Partei SPD grübelt gerade über die Frage, wer ihr Kanzler-Kandidat sein soll. Denn: „Für viele Wähler ist entscheidend zu wissen: Wenn eure Partei gewinnt, wer wird dann später Kanzler?“

Gar nicht so leicht

Doch so einfach ist die Suche nach einem Kandidaten gar nicht. Einerseits müssen die Mitglieder der eigenen Partei ihn gut finden. Sie sollen gern losziehen und für die Partei werben. „Dafür muss der Kandidat etwa das, was der Partei wichtig ist, auch selbst wollen. Und er muss das Gefühl vermitteln, dass er das durchsetzen kann.“

Andererseits soll so ein Kandidat auch bei den Wählern außerhalb der Partei gut ankommen. „Dafür muss er sich etwa gut präsentieren können“, sagt Jörg Siegmund. Er sollte also vor vielen Menschen gut reden können. „Der Kandidat sollte den Wählern auch das Gefühl geben können: Ich mache, was ich verspreche“, sagt der Fachmann.

Von dpa