Polizei sucht Erpresser

Polizei sucht Erpresser
Mit einem gefährlichen Paket wollte ein oder mehrere Täter die Post erpressen. (Foto: dpa)

Vor Weihnachten werden jede Menge schöne Dinge mit der Post verschickt. Am Wochenende war darunter aber auch ein Päckchen mit gefährlichem Inhalt. Jemand hatte in der Stadt Potsdam Sprengstoff verschickt. Der explodierte zum Glück aber nicht.

Das Ziel: Die Post

Kurz danach wurde bekannt, dass jemand mit dieser Bombe die Post erpressen will. Vielleicht stecken auch mehrere Leute dahinter. Der Erpresser will sehr viel Geld. Er droht: Bekommt er es nicht, verschickt er noch mehr gefährliche Päckchen.

Um das zu verhindern, sucht die Polizei den Täter. „Die Polizei versucht herauszufinden, ob sich der Täter einer bestimmten Region zuordnen lässt“, erklärt Fachmann Benjamin Jendro. Pakete etwa sind gekennzeichnet. Daran kann man sehen, wo es verschickt wurde.

Verrät der Inhalt mehr über den Täter?

Die Polizisten prüfen auch, ob Fingerabdrücke auf dem Paket sind. Und sie schauen sich den Inhalt genau an. „Manchmal gibt es Hinweise darauf, woher der Inhalt stammt“, erklärt Benjamin Jendro. Etwa wenn klar ist: Dieses Material kann man nur in einem bestimmten Laden kaufen. Auch das hilft dabei herauszufinden, wo der Täter herkommt.

Bei einer Erpressung gibt es außerdem meist eine Nachricht in der der Erpresser erklärt, was er will. Geld etwa. Experten schauen sich die Nachricht an: Spricht oder schreibt der Erpresser im Dialekt? Benutzt er also Wörter, die nur in bestimmten Regionen Deutschlands vorkommen? Auch so erfahren die Polizisten mehr.

Falle stellen

Am Ende weiß die Polizei meist ziemlich viel über den Erpresser. „Wenn man dann noch nicht weiß, wo er steckt, ist es auch möglich, ihm eine Falle zu stellen“, sagt Benjamin Jendro. Man teilt ihm zum Beispiel mit, dass er das Geld bekommt. Erscheint er dann und geht alles gut, können die Polizisten ihn festnehmen.

Von dpa