Der neue Duden ist da!

Der neue Duden ist da!
Das Buch Duden versucht, alle wichtigen Worte der deutschen Sprache aufzulisten. Deswegen wird es immer wieder überarbeitet - gerade sind 5000 neue Worte hinzugekommen. (Foto: dpa)

Der neue Duden erscheint. In dem Buch stehen alle Worte der deutschen Sprache aufgelistet, erklärt und perfekt geschrieben. Wer hat den Duden erfunden? Und wie hat er sich verändert? Wir erklären es dir!

Stell dir mal vor, du dürftest beim Diktat den Duden benutzen – dann könntest du alles nachschauen und jedes Wort richtig schreiben. Dann würdest du immer eine gute Note bekommen. Denn was in dem Wörterbuch „Duden“ steht, muss ja stimmen. Damit der Duden immer korrekt und aktuell ist, wird er alle paar Jahre überarbeitet.

An diesem Mittwoch erscheint die neueste Ausgabe des Dudens. Viele Wissenschaftler haben an ihm gearbeitet und sich dazu entschieden, 5000 neue Wörter aufzunehmen. Doch wie ist der Duden eigentlich entstanden? Und wie viele Wörter kann man nachschlagen? Wir erklären es dir.

Der Erfinder

Konrad Duden war Schulleiter. (Foto: dpa)

Benannt ist das berühmte Nachschlagewerk nach seinem Erfinder Konrad Duden. Er wurde am 3. Januar 1829 in der Nähe von Wesel geboren. Er studierte Geschichte und Germanistik. Und schrieb auch eine Doktorarbeit. Denn er wollte unbedingt Lehrer werden. So fing er als Hauslehrer in Italien an und setzte seine Arbeit in Deutschland fort. Er war hier als Lehrer und dann als Direktor in Gymnasien in verschiedenen deutschen Städten tätig. Konrad Duden verstarb am 1. August 1911.

Der erste Duden

Im 19. Jahrhundert gab es keine klaren Regelungen, wie ein Wort geschrieben wird. Die Rechtschreibung unterschied sich von Schule zu Schule und von Zeitung zu Zeitung. Fast überall schrieb man anders. Die Regel war: Alles war richtig. Die Menschen konnten sich nicht auf eine einheitliche Schreibweise einigen.

Konrad Duden wollte das nicht länger mitmachen. Denn wenn jeder schreiben würde, wie er möchte, könnte er sich selbst und andere nicht mehr verstehen. Deswegen veröffentlichte er ein Wörterbuch: Am 7. Juli 1880 kam der erste „Duden“ mit dem komplizierten Titel „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ auf den Markt. Das Buch hatte 187 Seiten und 27.000 Wörter zum Nachschlagen.

Ein grosser Erfolg

Damals wie heute schlagen Menschen im Duden nach, wenn sie nicht sicher sind, wie ein Wort geschrieben wird. (Foto: dpa)

Dudens Wörterbuch entwickelte sich zum beliebten Nachschlagewerk. Schulen, Verleger, Drucker und Korrektoren im ganzen Deutschen Reich fanden Konrad Dudens Ideen richtig gut. Der große Durchbruch ließ jedoch ein wenig auf sich warten: Erst 21 Jahre nach der ersten Veröffentlichung, also 1901, erklärten Staatsbeamte und Fachleute, dass Dudens Regeln für die deutsche Rechtschreibung für alle Bürger gelten sollen. Auch die deutschsprachigen Nachbarländer, wie zum Beispiel Österreich und Schweiz, übernahmen Dudens Rechtschreibung.

Immer aktuell

Stehen jetzt auch im Duden: Die Worte „Instagram“… (Foto: dpa)

…und Selfiestick. (Foto: dpa)

Bis heute ist er das erste Regelwerk, wenn es um die Rechtschreibung geht. Er wird alle drei bis fünf Jahre aktualisiert. Das heißt, es werden neue Wörter aufgenommen, die es früher nicht gab. Einige Beispiele sind: Sommermärchen, fremdschämen oder twittern. Gleichzeitig verschwinden alte Wörter, die niemand mehr benutzt. Wie zum Beispiel: Jahrweiser. Das ist ein altes Wort für Kalender.

Heute kannst du im Duden etwa 145.000 Wörter finden. Unter den ganz neuen Begriffen sind: Selfiestick, Emoji und liken, aber auch Tüddelkram, also Unwichtiges; Hygge, also Gemütlichkeit; oder Honk, was so viel heißt wie Dummkopf oder Idiot. Seit vielen Jahren gibt es auch den „Duden online“. Dort kannst du kostenlos nach allen Wörtern suchen.

Von Shara Fatheyan

Hast du Lust mal im Duden zu stöbern? Das kannst du hier online:

Zum Duden online