Sturmflut an der Ostsee

Sturmflut an der Ostsee
Nur mit Gummistiefeln raus: In Lübeck im Bundesland Schleswig-Holstein hat das Wasser die Altstadt geflutet. (Foto: dpa)

Das Tiefdruckgebiet „Axel“ hat für die erste Sturmflut des Jahres in Deutschland gesorgt. Wetter-Experten sagen, an der Ostseeküste ist es die schlimmste seit zehn Jahren.

Raues Meer und starker Wind: Über die Ostsee fegte gerade ein heftiges Unwetter. In einigen Städten an der Küste wurden in der Nacht zum Donnerstag Straßen überschwemmt und Keller geflutet.

Auch im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern richtete der Sturm Schäden an. (Foto: dpa)

Schuld daran war Axel. So heißt das Sturmtief, das das Wetter in Deutschland in dieser Woche beherrschte. An der Ostseeküste sorgte es für die stärkste Sturmflut seit zehn Jahren.

Auf der Insel Usedom brachen Teile von steileren Ufern ab. Auch Imbissbuden wurden weggeschwemmt. In manchen Städten wurden Autos von den Wassermassen weggeschoben. Viele Helfer sorgten dafür, dass die Schäden nicht schlimmer ausfielen. Am Donnerstag war die Lage wieder etwas entspannter. „Die Gefahr ist vorbei“, sagte die Expertin.

Wie entsteht eine Sturmflut?

Bei der Flut 1962 fuhren Menschen in Booten, wo sie sonst mit ihren Autos fuhren. (Foto: dpa)

Aber wie  entsteht so eine Sturmflut eigentlich? Dabei spielen die Gezeiten Ebbe und Flut eine große Rolle. Bei der Flut kommt das Meer zurück Richtung Festland. Wenn aber gleichzeitig auch sehr starker Wind Richtung Land weht, wird  das Wasser mit so viel Kraft  auf die Küste gedrückt, dass meterhohe Wellen entstehen.

Das kann nicht nur für Menschen gefährlich werden, sondern auch für Schiffe.  Städte nahe der Küste sind aber für solche Fälle gut vorbereitet: Sandsäcke und Helfer stehen bereit.

Die schlimmste Sturmflut in Deutschland gab es 1962 an der Nordseeküste. Dabei starben 340 Menschen, viele Deiche brachen und die Innenstadt von Hamburg wurde überschwemmt.

Von jar