Astro-Alex fühlt sich auf der ISS „wie im Campingurlaub“

Alexander Gerst will im Weltall auch die WM verfolgen, erzählt er auf seiner 1. Pressekonferenz von der ISS. (Foto: dpa)
Alexander Gerst will im Weltall auch die WM verfolgen, erzählt er auf seiner 1. Pressekonferenz von der ISS. (Foto: dpa)

Seit vier Tagen ist Alexander Gerst nun auf der Internationalen Raumstation ISS. Am Dienstag hat er sich zum ersten Mal mit einer Pressekonferenz aus dem All gemeldet. Wie fast immer, war der Raumfahrer dabei gut drauf.

Alexander Gerst, der sich selbst Astro-Alex nennt, sagte, es gehe im auf der ISS „fantastisch“. Die Ankunft am Freitag habe sich „wirklich so angefühlt, als ob ich hier nicht mal weg gewesen wäre“, sagte er. „Selbst das Schweben klappt – mir ist nicht schlecht geworden, keine Weltraumkrankheit.“ Auch erste Experimente habe er schon gemacht.

Auf der Reise hatte Astro-Alex wenig Zeit

„Die Reise hier hoch war eine andere als beim letzten Mal“, sagte Gerst. „Ich hatte mehr Zeit, mehr Verantwortung.“ Als Co-Pilot habe er in der Sojus-Kapsel, mit der Gerst zur ISS reiste, sehr viel arbeiten müssen und kaum nach draußen schauen können. Dies habe dazu geführt, „dass die Romantik so ein bisschen gefehlt hat bei diesem Flug“, sagte Gerst. „Die kommt vielleicht später, wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe, mal aus dem Fenster zu schauen – ganz wegbleiben tut sie natürlich nicht.“

Raumfahrer freuen sich auf die WM

Alexander Gerst erzählte, er werde sogar die Fußball-Weltmeisterschaft aus dem All verfolgen. „Wir schauen beim Abendessen, wenn wir Zeit haben, mal ein bisschen rein“, sagte er. Dabei ließ er auch einen Original-WM-Ball durchs Bild schweben.

„Die Stimmung ist super in der Crew“, schwärmte er. „Man muss sich das hier vorstellen wie einen Campingurlaub: Man hat viel Spaß, aber nicht ganz so viel Komfort.“

Das Gespräch mit Gerst wurde in das Astronautenzentrum der Europäischen Weltraumagentur ESA in Köln übertragen. Der Astronaut war am Freitag nach zwei Tagen Flug in der ISS angekommen. Er soll bis Dezember bleiben, im Herbst übernimmt er als erster Deutscher das Kommando auf der Raumstation.

VON AFP UND DPA

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