Buchtipp: Tiere als Verbrecher

Buchtipp: Tiere als Verbrecher
Die Elster als Dieb, der Hirsch als Raufbold - wären Tiere Menschen, wären viele von ihnen Verbrecher. (Foto: Haupt Verlag)

Ihr mögt Tiere und auch Krimis? Dann könnte das Sachbuch und Mitmachbuch „Tatort Natur!“ das Richtige sein. Vorgestellt werden 60 tierische Täter. Die meisten davon leben in unserer Umgebung.

In dem Buch erfährt man, dass es natürlich nicht wirklich um Verbrechen geht. Tiere verhalten sich auf eine bestimmte Weise, weil sie überleben wollen. Es geht um sie und ihre Nachkommen.

Um satt zu werden, frisst die Singdrossel am liebsten Gehäuseschnecken. Hat der Vogel eine aufgespürt, schnappt er sie mit dem Schnabel am Häuschenrand. Dann fliegt er damit zu einem Stein. Dort zertrümmert er das harte Gehäuse, um an das weiche, leckere Innere zu gelangen.

Rothirsche prügeln sich gern

Anders der Rothirsch: Er beteiligt sich regelmäßig an einer Schlägerei. Im Herbst zur Paarungszeit kämpfen die Männchen. Dazu benutzen sie ihre Geweihe. Denn nur der Sieger darf sich mit den Weibchen eines Rudels paaren.

Auf jeder Doppelseite des Buches wird ein Tier präsentiert. Man erhält allgemeine Informationen zum Kennenlernen. Dann gibt es den Täter-Steckbrief und die Beschreibung des Opfers und der Tatwaffe. Außerdem sind dabei: Quizfragen, Detektivaufgaben, oft auch Vorschläge für Experimente. Ein tolles Buch, mit dem man viel Zeit verbringen kann – drinnen wie draußen. Vorsicht, manches ist ein bisschen gruselig.

Bärbel Oftring: Tatort Natur! Betrug, Mord & Täuschung im Tierreich und was dahintersteckt. Haupt Verlag, Bern, 2015, 128 Seiten, 24,90 Euro, ab 7 Jahren

Von dpa