Kino-Tipp: So ist der neue „Hexe Lilli“-Film

Kino-Tipp: So ist der neue „Hexe Lilli“-Film
Den Nikolaus gibt's? Was für ein Quatsch! Das denkt Hexe Lilli (gespielt von Hedda Erlebach) - zuerst. (Foto: Universum Film/dpa)

Unsere Kinderreporterin Medi (11) hat sich den Film „Hexe Lilli rettet Weihnachten“ angeschaut, der ab diesem Donnerstag im Kino läuft. Hier verrät sie euch, wie der Film war.

Hexe Lilli ist sauer. Immer geht es nur um ihren kleinen Bruder Leon. Sie soll Rücksicht auf ihn nehmen, weil er noch an den Weihnachtsmann glaubt und an den Nikolaus, was Lilli natürlich schon lange nicht mehr macht. Sie darf sich kein Kaninchen wünschen, weil Leon eine Allergie gegen Tiere hat. Und obwohl Leon sich oft schlecht benimmt, wird er von Lillis Eltern bevorzugt. Immer nur Leon, Leon, Leon.

Die Handlung: Knecht Ruprecht macht Stress

In ihrer Theater AG in der Schule spielt Lilli beim Weihnachtsstück den Knecht Ruprecht, den Helfer vom Nikolaus, der die Kinder bestraft, wenn sie nicht brav waren. Nun kommt sie auf die Idee, Knecht Ruprecht in ihr Zimmer zu hexen, damit der ihrem Bruder einen ordentlichen Schrecken einjagt. Ihr Gefährte, der kleine Drache Hektor, hält nichts von alledem, kann Lilli jedoch nicht davon abhalten.

Lilli muss für Knecht Ruprecht (gespielt von Jürgen Vogel, rechts im Bild) den Nikolaus finden! (Foto: Universum Film/dpa)

Als Knecht Ruprecht dann in Lillis Zimmer steht, kommt die Geschichte in Fahrt. Knecht Ruprecht hat nämlich ganz andere Sorgen: Er muss den Nikolaus wiederfinden, den er in der mittelalterlichen Zeit, aus der er kommt und in der die beiden leben, aus den Augen verloren hat. Dabei richtet Knecht Ruprecht auf seiner verzweifelten Suche nach dem Nikolaus viel Verwüstung und Chaos in Lillis Stadt an. Er lässt zum Beispiel Lillis Theaterlehrer und einzelne Kinder verschwinden und zerstört den Weihnachtsschmuck der Stadt.

Lilli befürchtet, dass sich Knecht Ruprecht wieder zu dem wilden Wesen der Unterwelt entwickelt, das er einst gewesen war, bevor er den Nikolaus traf und mit ihm umherzog. Ihr wird klar, dass sie das verhindern und das Weihnachtsfest retten muss. Aber ein magisches Wesen wie Knecht Ruprecht lässt sich nicht einfach weghexen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Layla reist Lilli ins Mittelalter, um dort nach dem Nikolaus zu suchen, ehe es zu spät ist.

Die Kritik: Ein bisschen unlogisch, aber lustig und spannend!

Um es gleich zu sagen: Ich habe den Film sehr gerne gesehen. Er ist echt lustig, spannend und manchmal auch traurig-schön; ein Familienfilm, der die Vorfreude auf Weihnachten weckt, aber es vielleicht nicht immer schafft, alle Familienmitglieder zu begeistern. Meine große Schwester (13) fand ihn nur ganz okay. Die Filmmusik, die Kulissen und Bilder gefielen aber auch ihr richtig gut.

Manche Szene erschien mir allerdings etwas unlogisch und nicht so, wie man es im echten Leben erwartet: Zum Beispiel als Lilli ihrer Mitschülerin und Freundin Layla verrät, dass sie eine Hexe ist. Layla zeigt sich darüber wenig überrascht und nimmt Lillis Mitteilung fast wie selbstverständlich hin, ohne sich zu wundern. Oder die Szene, in der Lillis Klassenlehrerin in der Schul-Aula den neuen Theaterlehrer vorstellt, der im Sitzkreis mit den Schülern plötzlich Lilli mit Namen anspricht, ohne dass sie zuvor einander vorgestellt worden sind.

Meine Lieblingsfigur in diesem Film ist Knecht Ruprecht, der von Jürgen Vogel super gespielt wird. Er gefiel mir am besten, weil er mit seinen langen Haaren und seinem dunklen Umhang so wild und unheimlich aussieht und gleichzeitig eher nett und freundlich ist. Dass sich seine Stimmung im Verlauf des Films unerwartet ändert, macht diese Figur und den Film so interessant.

Ich empfehle diesen Film allen Kindern – Mädchen und Jungs – zwischen sechs und elf Jahren.

Von unserer Kinderreporterin Medi