„Percussion“ ist so viel mehr als nur Schlagzeug

Das Kammerkonzert des „WDR Sinfonieorchester“ „Percussion Power“ ist völlig anders als andere Konzerte. (Foto: Tillmann Franzen/WDR)
Das Kammerkonzert des „WDR Sinfonieorchester“ „Percussion Power“ ist völlig anders als andere Konzerte. (Foto: Tillmann Franzen/WDR)

Am Sonntag habe ich etwas ganz besonders erleben und hören dürfen: Ich war im Kammerkonzert des „WDR Sinfonieorchester“. „Percussion Power“ hieß das Motto bei der Aufführung im Funkhaus Wallrafplatz. Es war total anders, als ich dachte.  Nach dem Konzert habe ich auch noch den ersten Schlagzeuger des Orchester Johannes Wippermann interviewt.

Kinderreporter Fritz und Johannes Wippermann. (Foto: Privat)

Kinderreporter Fritz und Johannes Wippermann. (Foto: Privat)

Bei „Percussion“ denkt man ja eigentlich immer nur an ein Schlagzeug – doch Schlaginstrumente, das ist viel mehr! Davon konnte ich mich persönlich überzeugen.

Johannes Wippermann ist zum Beispiel ein Meister an der Marimba. Das ist ein Instrument mit vielen Holzklangstäben, die Töne erzeugen, wenn man draufschlägt.

Das Konzert war richtig laut und total kraftvoll! Johannes Wippermann hat mit so viel Energie gespielt, dass er am Ende des letzten Stücks ganz nass geschwitzt und außer Atem war. Wie leidenschaftlich er dabei war, fand ich total faszinierend.

Johannes, kannst du bitte zuerst etwas zu deiner Person sagen?

Ich bin 31 Jahre alt, spiele seitdem ich sechs bin Schlagzeug, habe Musik studiert und wohne in Köln. Meine Lieblingsinstrumente sind die afrikanische Marimba und die kleine Trommel. Besonders gerne spiele ich die Musik von Gustav Mahler.

Wie bist du denn ins Sinfonieorchester gekommen?

Es gab eine Stellenausschreibung als Schlagzeuger. Insgesamt zwölf Bewerber mussten vorspielen und das gesamte Orchester hat über jeden Kandidaten abgestimmt. Ich muss einen echt guten Tag erwischt haben.

Was muss man als Schlagzeuger alles spielen können?

Neben dem Schlagzeug selbst eigentlich jedes Schlaginstrument: von der kleinen Trommel über Xylofon – bis hin zu Kochtöpfen.

Das hört sich aber verrückt an!

Stimmt! In einem der letzten Konzerte haben wir auch mit einem elektrischen Milchaufschäumer Geräusche gemacht. Ich habe das Gerät dazu auf eine Pappe gedrückt.

Wie sieht denn dein Tagesablauf als Orchestermusiker aus?

Wir proben jeden Tag um zehn Uhr, nur nicht am Sonntag oder an Konzerttagen. Allerdings übe ich auch bestimmte Stücke erst einmal alleine, bis ich sie hundertprozentig spielen kann.

Was für Musik wird am häufigsten gespielt?

Wir spielen nur Klassik als Sinfonieorchester. Jazz ist zum Beispiel von den Noten und der Improvisation komplett anders.

Was für einen Beruf hättest du, wenn du nicht Schlagzeuger wärst?

Sportreporter! Mein größter Wunsch ist, dass ich an einem Samstagnachmittag ein Fußballbundesligaspiel auf WDR 2 moderieren darf.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE FRITZ